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Ausbrüche stehen in innigem Zusammenhange mit den Wogen des feurig-flüssigen Erdkerns, ja es wird sogar möglich sein, wenn genügende und bewührte Beobachtungen über die Eruptionen aller bedeutenden Krater einmal gemacht sein werden, die Bahn der unsere Erdoberfläche in
ewige Wechselbewegung versetzenden unterirdischen Wogen zu berechnen und voraus zu be- stimmen.
Unsere gegenwärtige Bestimmungsmethode beruht nur auf Schlüssen, die jedoch voll- kommen beweisen, dass die Wogen die alleinige Ursache der Hebung wie der Senkung sind und dass nach dem Gesagten diese Erscheinung keine nur den Küsten allein eigenthümliche ist, sondern auch dem inneren Festlande zukommt, dass jene nur die Indikatoren der gesammten säcularen Bewegung der Erdrinde sind und dass also diese Bewegung sich auch auf das Innere der grossen Continente ausdehnt.
III.
Ausdehnung der säkularen Bewegung auf das Innere der Pestländer.
Jedes Stück der Erdoberfläche war einmal Festland, d. h. von der See nicht ein- genommen.
Aus diesem Satze aber folgt:
Es findet eine stete Verschiebung der Landmassen statt. Einmal lagert im Westen das Gros der Continente, das andere Mal im Osten, und der Norden ist von dem allgemeinen Gesetz ebensowenig ausgenommen wie der Süden. Die jetzige Erdepoche weist im Osten und gegen den Norden der Erde zu die grösste zusammenhängende Ländergruppe auf, während der Westen und der Süden fast nur vom Ocean bedeckt sind.
Dieser Ocean birgt aber in seinem Schoosse eine Unzahl von Inseln, deren Lage und
Bau die Grenzen eines untergegangenen Welttheiles fast mit Sicherheit andeutet. Diese Insel- reihe reicht fast bis an den Südpol.
Da nun die grösste Landausdehnung in gegenwärtiger Zeit, wie erwähnt, von Osten nach Norden zu vorherrscht, so muss einmal allen Anzeichen nach eine solche auch von Westen nach Süden bestanden haben. Oder mit anderen Worten: Im Westen und Süden sanken die Länder und nach dem entwickelten Gesetze hoben sie sich im Osten und Norden der Erde. Der Weg der landbildenden Woge läuft also vom Süd-Westen nach dem Nord-Osten des Planeten, und darin ist auch die Erklärung der gewaltigen Ausdehnung der alten Welt nach dieser Richtung hin zu suchen. Darum verläuft auch der Gürtel der regenlose Erdstriche in derselben Direction. Diese regenlosen Gebiete repräsentiren aber nichts anders als die jüngsten Hebungen im Innern der Continente. Die Flächen, die gegenwärtig von der Atacama-, der Sahara und Gobi-Wüste
.......* eingenommen sind, beherrschte einstmals ebensogut das Meer wie jetzt das in den Indischen Ocean versunkene Lemurien.
Wo aber Land emporwächst, muss Land nach unserem Gesetze in entgegengesetzter Richtung einsinken, die Hebungen der genannten Erdstriche haben also an anderer Stelle Senkun- gen zur Folge. Diesem Gesetze muss alles Land auf der ganzen Oberfläche der Erde unter- worfen sein. Da nun aber die Rinde des Planeten eine starre im gewöhnlichen Sinne genannt


