Aufsatz 
Zur Geschichte der Stadt und Herrschaft Limburg a. d. Lahn : 2. Teil
Entstehung
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Untervögte der Limburger Vogtei, sagt Mechtel,waren Rulmann von Braunsberg, darnach Udo von Vilmar, jetzt Wilderich von Walderdorf, diese wohl für Limburg,(denn hier ist ein Absatz gemacht)Otto von Diez'é⁵), die von Hinschbach(?) ¹66) und Ottenstein samt Wernern Im Hofe(S. Siebmacher VI, 7 über die Imhof und Ottenstein. Jene starben nach Corden III,§. 115 1495 aus. Die Lehensgüter des letzten kamen an einen der von Ottenstein. Beim Aussterben dieser(1702) fielen ihre Lehen meist an die von Walderdorf) etc., diese scheint es, für die Dörfer Oberbrechen u. s. W. Ausser der genannten und uns hier vorzugsweise angehenden führt Mechtel, frei- lich auch ohne nähere, insbesondere Zeit-Angaben, noch fünf Partikular-Vog- teien des Stifts an, die kurz hier einen Platz finden mõögen: 1. Camberg, im Besitz der Herren von Merenberg, mit den Untervögten Emme- rich von Nassau¹6?) und beiden Stämmen von Reiffenberg zum Schild geboren (dem Wetterauer und dem Weltersburger oder Westerwälder das waren die beiden Stämme nach Usener, Beiträge zur Geschichte der Ritterburgen und Bergschlösser in der Umgegend von Frankfurt a. M., 1852, S. 121 f.);

2. Niederzeuzheim, deren Vögte die Grafen von Nassau, Herren zu Ellar,

ndVogtjunker die von Walderdorf, Diez, Im Hof, v. Staffel, Schütz von Holzhausen, Mandt(? etwa= Mant von Limbach. S. Siebmacher VI, 7, S. 30; von Arnoldi, Miscellanen S. 325 f.; Limbach bei Vog., S. 693) und Hoff ge- nannt Bell¹és) gewesen seien;

3. Eppenrod mit den Grafen von Katzenellenbogen und von Nassau-Vianden

(= Dillenburg) als Vögten und denen vom Stein und den Loener von Lauren- burg als Vogtjunkern;

4. Weidenhahn, wofür kein Vogt, nur Vogtjunker genannt und als solche all-

gemein alle Junker des Vogteigerichts bezeichnet werden ¹⁶⁹); 5. Albrechtenrod d. i. nach Vogel¹⁷o) Alpenrod. Auch dafür nennt Mechtel keinen Vogt¹7¹) und als Vogtjunker dieHöchste von Nauwerod ¹⁷²), Schönhals von Albrechtenrod,(Vgl. v. Arnoldi, Miscellan. S. 395 ff.), Walderdorf, Otten- stein mit zugefügtemetc.

165) v. Arnoldi kennt einen solchen aus d. J. 1344. S. dessen Miscellaneen, S. 243. ¹66) v. Hersch- bach(s. Arnoldi Miscell., S. 468, Siebmacher, VI, 7, S. 25, Vog., S. 682 f.) oder Hunsbach(s. Vog., S. 711, Siebmacher, S. 27) oder Heimbach(s. Vog., S. 610). Corden hat Heinsbach. ¹7) v. Arnoldi kennt einen solchen erst 1424 1457. S. Miscellaneen, S. 348. 168) Vgl. über die von Bell, Vog., S. 692 u. v. Arnoldi, Miscell. S. 208. 1¹69) Nach Vog., S. 743 hatte Nassau-Hadamar eine Vogtei dort, aber diese war wenigstens 1355 ein Lehen von Köln. 1¹7⁰) S. 696. 1¹7¹) Nach Vog., S. 696 hatte Sayn die Vogtei über die Limburger Stiftsgülte, was er wohl aus der jährlichen Lieferg von einem Biberhut, einem Paar Biberhandschuhe und einem Elfenbeinkamm seitens des Limb. Kapitels an den Grafen v. Sayn bis z. J. 1487 schliesst. S. Götze, Anm. XIII, S. 324 f. 1¹7²) Nauroth? S. oben Anm. 117.