Aufsatz 
Die den Kegelschnitten zugeordneten Curven / von Emil Hildenbrand
Entstehung
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Den Turnunterricht erhielten unsere Schüler gemeinschaftlich mit denen des hu- manistischen Gymnasiums an zwei Wochentagen während des Sommersemesters von Colla- borator Weldert. Ein Lehrer der Anstalt wohnte jedesmal zur besseren Handhabung der Ordnung den Uebungen bei. Die Betheiligung der Schüler war allgemein; nur wenige mussten aus Rücksicht auf ihre Constitution von den Uebungen ausgeschlossen werden.

Bei der freudigen Betheiligung unserer Schüler an diesem für das physische Wohl und die körperliche Entwickelung so wichtigen Unterrichte ist es sehr zu bedauern, dass die ohnehin durch die Ungunst der Witterung selbst während des Sommers oft unter- brochenen Uebungen aus Mangel einer zweckmässig eingerichteten Turnhalle im Winter ganz eingestellt werden müússen. Nur die Führer der einzelnen Riegen wurden auch während des Winters in dem Turnsaal der Elementarschule an bestimmten Nachmittags- stunden von dem Turnlehrer gemeinschaftlich mit denen des anderen Gymnasiums weiter ausgebildet.

Auch in diesem Jahre sind zu ihrer weiteren Ausbildung im gebundenen Zeichnen zwei Schulamtscandidaten, H. Metzen von St. Goarshausen und K. Merz von Usingen durch Verfügung Königlicher Regierung vom 7. Juni 1867 ad. Num. Reg. 12908 dem Realgymnasium zugewiesen worden. Leider haben wir den Tod des letzteren, eines sehr braven und strebsamen jungen Mannes, zu beklagen, indem er, wahrscheinlich in Folge eines Krampfes, beim Baden in den Fluthen des Rheines am 17. August ein frühes Ende gefunden. An die durch ihn freigewordene Stelle als Zeichencandidat trat mit Anfang des Wintersemesters Schulamtscandidat Ad. Gut von Wallau. Wie in den früheren Jahren nahmen diese jungen Leute unter der speciellen Aufsicht des Collaborators Hil- denbrand an den Unterrichtstunden im descriptiven Zeichnen in allen Klassen, sowie an dem mathematischen Unterricht in Tertia Theil. Ihre weitere Fortbildung im freien Zeichnen fand während der Nachmittagsstunden in der höheren Bürgerschule unter Lei- tung des Herrn Zeichenlehrers Müller statt.

Schwimmunterricht haben, da die öffentliche Schwimmschule zu Biebrich ein- gegangen, nur wenige Schüler aus III und II in der Privatschwimmschule des Herrn Stumb zu Biebrich genommen.

An den facultativen Unterrichtsgegenständen der Prima haben sich die Schüler dieser Klasse in folgender Weise betheiligt.

An der theoretischen Chemie 25 im Sommer, 21 im Winter. An der theoretischen Technologie 9. An den chemisch-technischen Uebungen 21 im Sommer; 20 im Winter. An dem freien Zeichnen aus dem Realgymnasium 16 im Sommer; 12 im Winter; aus dem humanistischen Gymnasium 20 im Sommer; 19 im Winter.