Aufsatz 
Geschichte des Weilburger Gymnasiums 1540-1817 / von Ferdinand Heymach
Entstehung
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1621 weiter. Ihm folgte sein Amtsgenosse Johann Faber, welcher die Leitung der Schule ebenfalls bis an sein Lebensende behielt. Die übrigen Lehrer dagegen lösten einander rasch ab; seit 1633 verschwinden sie gänzlich aus den Nachrichten. Als Faber, der in den zwei letzten Jahren seines Waltens den Lehrkörper anscheinend allein ausmachte, 1635 gestorben war, gab Graf Ernst Kasimir von Kirchheim aus seinem Superintendenten die Weisung,bis zu besserer fernerer Verorduung eine Persohn, nach der ihr euch zu befragen, anzunehmen und durch sie die Schule weiterführen zu lassen,da- mit die Jugend nit gar verstreuet wird. Fraglich bleibt es indessen, ob Stephani nun auch wirklich eine solche Persönlichkeit ausfindig zu machen wusste. Denn Weilburg, welches bis dahin mit Kon- tributionen und Fouragelieferungen an die durchziehenden und in

der Nühe lagernden Truppen noch leidlich davongekommen war,

bot nach der dreimaligen Plünderung vom Jahre 1634 damals den Musen keine besonders anziehende Stätte. Und zu all den sonstigen Plagen der gequälten Einwohnerschaft gesellte sich, um das Unheil voll zu machen, noch die Pest, von welcher 1636 auch der um die Schule unermüdlich besorgte Superintendent Stephani dabingerafft ward. Dass in diesen trostlosen Tagen der Zersetzung auch die längst wankende Schöpfung Philipps III. in den allgemeinen Strudel gerissen wurde, ist mehr als wahrscheinlich. Aber Gewissheit hier- über lässt sich nicht gewinnen, am allerwenigsten aus dem schon erwähnten Schreiben Johann Casimirs, welches doch die Absicht deutlich kundgiebt, die Auflösung der Schule womöglich hintanzu- halten. Wenn sie einging, so war daran vielmehr die allgemeine Notlage schuld, sodann auch der Umstand, dass sich keine geeignete Persönlichkeit fand, die Schüler zusammenzuhalten, dafern in solchem Wirrsal überhaupt noch Schüler vorhanden waren.

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