Aufsatz 
Bonifacius und der Staatsstreich Pipins im Jahre 752 7 / von Heuser
Entstehung
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Ein früherer Schüler unserer Anstalt, Herr Kleinschmidt, bereicherte unsere ornitho- logische Sammlung durch drei grosse in zwei Glaskästen aufgestellte Seevögel, einen Albatross, einen Cormovan und eine Sturmlumme. Auch für diese Gabe spreche ich den verbindlichsten Dank aus.

In der zweiten Hälfte der Pfingstwoche tagte in Cassel die siebenzehnte allgemeine Lehrerversammlung. Die Mehrzahl der Lehrer unserer Schule erwarb zwar nicht die Mitglied- schaft dieser Versammlung, aber ein ansehnlicher Theil unserer Räumlichkeiten war dem Ortsausschusse zur Verfügung gestellt: der Prüfungssaal war zum Anmeldebureau, eine Reihe von Unterrichtszimmern zu Massenquartieren hergerichtet. Die Verlüngerung der Pfingstferien um eine halbe Woche war auf den Antrag des engeren Ortsausschusses von der Königlichen Regierung, Abtheilung für Kirchen- und Schulsachen, bereits durch Verfügung vom 8. December 1867, B. 2034 genehmigt worden, die Einrichtung und Benutzung von Massenquatieren auf den Antrag der Königlichen Stadtschulcommission durch Verfügung der Königlichen Regierung, Abtheilung für Kirchen- und Schulsachen, vom 23. Mai 1868, B. 5800.

Ein Beschluss der Königlichen Stadtschulcommission vom 16. Mai, Nr. 240, gab Nach- richt, dass in Folge der von Königlicher Regierung angeordneten anderweiten Feststellung des Diensteinkommens der Volksschullehrer die städtischen Behörden sich entschlossen haben, das Gehalt der Lehrer an den städtischen Schulen auf den Minimalsatz von 300 Thalern jührlich unter entsprechender Verringerung beziehungsweise Wegfall der früher bewilligten persönlichen Zulagen zu erhöhen. Die Massregel trete vom 1. April an in Kraft und treffe an der Real- schule die Elementarlehrer Stern und Heimerich, welchen darüber Eröffnung zu machen sei.

Der bis dahin beauftragte Elementarlehrer an unserer Schule Adolph Heidenreich wurde durch Ernennungsurkunde der Königlichen Regierung, Abtheilung für Kirchen- und Schulsachen, vom 6. Juni 1868 definitiv zum Elementarlehrer an derselben mit einem jährlichen Gehalte von 300 Thalern ernannt.

Die grosse Sommerhitze des Jahres 1868 machte ein häufigeres Aussetzen des Nach- mittagsunterrichts als in anderen Jahren nothwendig. Der grossen Hitze wegen fiel der Nachmittagsunterricht am 22. Juni, 27. und 28. Juli, 7., 13., 14., 17. und 18. August ganz, sowie am 16. Juni und 6. August von 3 Uhr au aus.

Seit dem 1. August war der Reallehrer Pfarrer Wachenfeld durch ein gastrisch- nervöses Fieber an der Versehung seines Amtes gehindert. Erst nach den Michaelisferien konnte derselbe seine amtliche Thätigkeit wieder aufnehmen. Die Vertretung des Kranken machte eine nicht unerhebliche Reihe von Abänderungen des Stundenplanes nöthig. Doch wurde es durch die Freundlichkeit der Collegen und die bereitwillige Hülfe des Practicanten Knoop möglich empfindlichere Störungen des Lehrplanes zu vermeiden.