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Daraus ergab sich die Notwendigkeit, den Turnunterricht in verschiedenen Klassen auf zwei wôchentliche Stunden, statt der vorgeschriebenen drei Stunden, zu beschränken. Auch in diesem Umfange hatte er sich kaum aufrecht erhalten lassen, wàre es nicht gelungen, in Herrn Weinsheimer, Lehrer an der Souchayschule, eine vorzügliche Hilfskraft zu gewinnen. Wir schulden Herrn Weinsheimer, der auch nach den Weihnachtsferien zur Entlastung des noch nicht võôllig wiederhergestellten Herrn Reil einen Teil der Turnstunden weiterführte, für seinen bereitwilligen und erfolgreichen Beistand groſsen Dank. Im letzten Vierteljahr wurde Ierr Oberlehrer Dr. Koob von einem ernsteren katarrhalischen Leiden befallen und dadurch über zwei Monate dem Dienste ferngehalten. Mit seiner Vertretung konnte der wissenschaftliche Hilfslehrer Herr Fechner betraut werden. Der Eifer, mit der er sich der schwierigen und verantwortungsvollen Aufgabe unterzog, bot von vornherein die Gewähr, daſs der regelmäfsige Fortgang des Unterrichts nur wenig beeinträchtigt würde; diese Erwartung hat sich in erfreulicher Weise bestätigt.
Zu einer militärischen Dienstleistung von sechswõchiger Dauer war Herr Oberlehrer Dr. Meyer bald nach dem Beginne des Sommerhalbjahres einberufen. Die Vertretung bereitete, da die vorhandenen Lehrkräfte nicht ausreichten, bei dem Mangel an Lehrern des mathematisch- naturwissenschaftlichen Faches erhebliche Schwierigkeit. Schliefslich fand sich Herr Presber, Oberlehrer an der Klingerschule, zur Ubernahme einer Anzahl von Stunden bereit; für die thatkräftige und wirkungsvolle Beihülfe, die er uns gewährt hat, spreche ich auch an dieser Stelle den wärmsten Dank aus.
Mit dem Ablaufe des Schuljahres wird Herr August Knoegel die Anstalt ver- lassen, um einer Berufung als Oberlehrer an die Oberrealschule zu Bochum zu folgen. Wir sehen den gewissenhaften und zuverlässigen Mitarbeiter, der die ihm anvertrauten Schüler mit anerkennenswertem Lehrgeschick zu fördern verstand und durch die Frische und Natürlichkeit scines Wesens sich ihre Zuneigung in besonderem Mafse erworben hatte, nur mit groſsem Bedauern aus unserer Mitte scheiden. Leider wird auch Herr Dr. Aust, wie sich in den letzten Tagen entschieden hat, uns seine Mitwirkung nicht länger leihen können. Der eben so sehr durch wissenschaftliche Tüchtigkeit wie durch Unterrichtser- fahrung ausgezeichnete Lehrer ist zum Leiter der in der Entwicklung zum Progymnasium begriffenen höheren Knabenschule in Myslowitz berufen. Wir wünschen beiden Herren von Herzen, dass sie in ihrem neuen Wirkungskreise reiche Befriedigung finden mõgen.
Der langjährige Leiter des früheren städtischen Gymnasiums. Herr Geheimer Regierungsrat Prof. Dr. Mommsen, vollendete am 23. Mai sein achtzigstes Lebensjahr, nachdem ihm wenige Wochen vorher, am 12. April, vergönnt gewesen war, das Fest der goldenen Hochzeit zu begehen. Seinem rastlosen und aufopferungsvollen Wirken ist der bedeutende Aufschwung zu verdanken, den das Frankfurter Gymnasium seit der Mitte der sechziger Jahre nahm; er war es, der mit seinem feinen Verständnis, seiner umfassenden Gelehrsamkeit und seinem lebendigen Forschertriebe den wissenschaftlichen Geist weckte und pflegte, der hoffentlich auch unter veränderten Verhaltnissen in dem humanistischen Jugendunterricht unserer Stadt sich siegreich behaupten wird. Die hohe Wertschätzung und Verehrung, die Herr Prof. Dr. Mommsen in weiten Kreisen genieſst, bethätigte sich
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