19
Geschichte und Erdkunde: Griechische und römische Geschichte bis zum Tode des Augustus. 3 St. Knoegel II.
Mathematik: Die Lehre von den Potenzen, Wurzeln und Logarithmen. Gleichungen einschliefslich der quadratischen mit mehreren Unbekannten. Arithmetische und geometrische Reihen erster Ordnung. Abschluſs der Xhnlichkeitslehre(goldener Schnitt, harmonische Teilung). Ebene Trigonometrie nebst UÜbungen im Berechnen von Dreiecken, Vierecken und regelmäſsigen Figuren. Lehrbücher: Gauſs, Reidt, Aufgabensammlung und Trigonometrie. 4 St. Fischer.
Physik: Wiederholung und Erweiterung der chemischen Grundbegriffe. Wärmelehre, Magnetismus, Elektrizität. 2 St. Fischer.
Untersekunda. Klassenlehrer: Professor Pelissier.
Religionslehre:) Evangelische: Das Reich Gottes im Alten und Neuen Testamente. Erklärung des Marcusevangeliums. Wiederholung des Katechismus und Aufzeigung seiner inneren Gliederung. Wiederholung von Sprüchen, Liedern und Psalmen. 2 St. Koob.—) Katholische: Die katholische Glaubenslehre nach Königs Handbuch für mittlere Klassen. Lebensbilder aus der Kirchengeschichte. 2 St. Im Sommer: Fischbach, im Winter: Manns.(Die Untersekunda und die Tertien waren vereinigt).
Deutsch: Lied von der Glocke wiederholt. Lessings Minna von Barnhelm, Goethes Hermann und Dorothea gelesen und erklärt, Schillers Jungfrau von Orleans. Vorträge. 3 St. Im Sommer: Knoegel l, im Winter: Aust.
Aufsätze: 1. Auf welche gallischen Völkerschaften stützte sich Caesar im Kampfe gegen die Gallier? 2. Vivos voco. 3. Was erfahren wir aus dem Prologe zu Schillers Jungfrau von Orleans über das
Vorleben der Heldin?(Klassenaufsatz). 4.„Die stille Gemeinde“ von Eichendorff— zwei Gemälde. 5. Was treibt den Menschen in die Ferne? 6. Weshalb will Tellheim seiner Braut entsagen?(Klassen- aufsatz). 7. Was erfahren wir aus dem ersten Gespräche des Löwenwirtes und seiner Gattin? 8. Ge-
dankengang des Gespräches zwischen Mutter und Sohn in Goethes Hermann und Dorothea(Prüfungsarbeit).
Lateinisch: Livius XXI(zum. Teil): Cicero in Catil. I, II. Vergil I, II(mit Auslassungen). 4 St.— Grammatische Wiederholungen und Ergänzungen, mündliche und schriftliche UÜbersetzungen. Wéchentlich eine Ubersetzung ins Lateinische als Klassenarbeit, dafür alle sechs Wochen eine schriftliche Ubersetzung ins Deutsche. 3 St. Zusammen 7 St. Pelissier.
Griechisch: Xenophon Anab. IV, V, Hellen. I. II(mit Auswahl). Homer Odyssee I, IX—XII(mit Auswahl), Ubersicht über die anderen Bücher, Auswendiglernen von ausgewählten Stellen. Wiederholung der Formenlehre. Casussyntax. Das Wichtigste aus der Moduslehre. Alle acht bis vierzehn Tage eine Klassenarbeit. 6 St. Ankel.
Französisch: d'Hérisson, Journal d'un officier d'ordonnance, Molière, Les Fourberies de Scapin. Grammatik: Plôtz-Kares L. 49— 66 mit den entsprechenden Abschnitten der Sprachlehre. Umfassende Wiederholungen des grammatischen Pensums. Sprech- übungen. Nachahmende Inhaltswiedergaben. Alle vierzehn Tage eine Klassenarbeit. 3 St. Cuers.
Geschichte und Erdkunde: Deutsche und preufsische Geschichte und die wich- tigsten Ereignisse der allgemeinen Geschichte von Friedrich dem Groſsen bis zur


