Aufsatz 
Beiträge zur Erklärung des Propertius / von Professor J. Hetzel
Entstehung
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selbst wenn die Erde sich öffnet, dich zu verschlingen, fürchte dich nicht

Octipedis Cancri terga sinistra time.

Dass der Astrolog, wenn anders er ein echter Genosse seiner Zunft ist, auch über das Ende des Dichters etwas sagen muss, versteht sich, und ebenso dass, wenn das meisterhafte Bild, welches uns Properz hier zeichnet, wahr- heitsgetreu sein soll, dass diese Weissagung dunkel sein muss. Wier etwas verständliches hier fordert, findet es bei Scaliger, aber ich bin der Ansicht, dass man hier nur die für jene Gaukler charakteristische Rätselsprache zu erwarten hat. Dass es Properz verstanden hat, das was ihm zunächst nur Einkleidung seines Gedankens ist, davon unabhängig zu gestalten und dass die Figur des prahlenden Gauklers mit feinem Spotte behandelt ist, bedarf kaum der Andeutung; wer sich dieser Wahrnehmung ver- schliesst, für den ist auch der Nachweis einzelner Züge verloren.

V. L. 3, 38. Qualis et haec docti sit positura dei. So wenig, wie die verschiedenen Versuche, welche Burmann anführt, ist die Erklärung Hertzbergs zu halten, welcher als objektiven Genitiv zu positura aus dem vorhergehenden Verse mundorum ergänzt, dann dei docti als subjektiven Genitiv angesehen wissen will und unter doctus deus den Weltschöpfer versteht. Der- gleichen ist nicht denkbar. Zweifellos richtig ist die Ver- mutung von Fontaine, dass an Stelle von haec docti eine Ortsbezeichnung gestanden hat und wohl denkbar ist, dass diese lautete Arctoi, doch möchte ich für das von ihm vermutete soli(statt dei) setzen dii= diei. Denn dass dies für caelum(plaga) stehen kann, weisen aus Lucanus die Wörterbücher nach. Der Vers mag also gelautet haben:

Qualis et Arctoi sit positura dii.