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Die folgenden Blätter beziehen sich grösserenteils auf einzelne Stellen der Elegieen des Propertius, zum Teil auch auf den Zusammenhang oder auf die gegen- seitige Beziehung ganzer Gedichte. Es ist bekannt, wie an dem von Lachmann begonnenen Werke der Herstellung eines urkundlich gesicherten Textes besonders in den letzten Jahrzehnten mit regem Eifer weitergearbeitet worden ist. Ist es auch E. Bährens durch neue Ver- gleichung von Handschriften nicht gelungen, sofort eine endgiltige Entscheidung der schwebenden Frage nach dem Werte unserer Ueberlieferung herbeizuführen, so hat er doch sehr Wesentliches dazu beigetragen, und weitere Forschungen, zuletzt von Solbisky, haben ein Resultat ergeben, welches man fast als abschliessend ansehen darf. Unterstützt durch Untersuchungen über metrische und sprachliche Eigentümlichkeiten des Dichters, über seine Verwendung griechischer Mythen und sein Verhältnis zu der griechischen Litteratur, hat die Kritik eine Grund- lage geschaffen, auf welcher die Exegese sicherer vor- gehen und nun auch ihrerseits dazu beitragen kann, fest- zustellen, was der Dichter an mancher dunkeln Stelle hat sagen wollen, und wie der Wortlaut da gewesen sein könne, wo er lückenhaft überliefert ist. Das darf ja als fast allseitig zugestanden gelten, dass der lückenhafte und verworrene Text der Lieder des zweiten Buches unserer Handschriften auf das Schicksal zurückzuführen ist, welches die einzige Handschrift getroffen hat, auf welche sie alle zurückgehen. Denn die von Marx in seiner Schrift
„De S. Propertii vita et librorum ordine“ vorgetragene 1*


