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I Cl. Geſchichte der deutſchen Nationalliteratur, von Opitz bis auf die neueſte Zeit, veranſchaulicht theils durch Proben, tbeils durch Mittheilung des. Inhalts und Charakteriſtik der bedeutendſten Dichtungen. Geleſen und erklärt wurden Schillers„Wallenſtein“ und mittelhochdeutſche Dichtungen, letztere nach der von dem Lehrer heraus gegebenen„Auswahl.“ Aufſätze“) und metriſche Ueberſetzungen; Vortragsübungen⸗ 3 St.
Direktor Dr. Schwartz.
2) Franzöſiſche Sprache.
v. Cl. Vorbereitender Curs nach dem eigenen Elementarbuche: Ausſprache, Declination, regelmäßige Conjugation, Vocabellernen: Anfang der Lectüre und der Exercitien. 4 St.
IV. Cl. Grammatik nach Müller, Curs I. bis zu Ende. Geleſen wurde die erſte Hälfte: von Lüdeking's Leſebuch. Memorirübungen und Exercitien. 3 St.
III. Cl. Grammatik nach Müller, Curs II bis zur Rektion des Zeitwortes. Geleſen wurden ausgewählte Stücke in Schütz kleinerem Leſebuche. Memorirübungen und Exereitieu. 3 St.
II. Cl. Stylübungen aus Ahn's deutſchen Uebungsſtücken. Geleſen wurden ausgewählte Stücke aus Schütz größerem Leſebuche. Memorirübungen und Exercitien. 3 St.
I. Cl. Stvlübungen aus den„Aufgaben zum Autibarbarus.“ Geleſen wurden Horace von Corneille, Zatro von Voltaire und privatim Athalie von Racine. Memorirübungen und Vorträge über Theile der Literaturgeſchichte wechſelten mit Exercitien und freien Aufſätzen. 2 St. Außerordentlicher Profeſſor Barbieur.
3) Lateiniſche Sprache.
VII. Cl. Die regelmäßige Formenlehre bis zu den unregelmäßigen Verben nach Siberti's Grammatik, mit ch riftlicher und mündlicher Ueberſetzung der betreffenden Beiſpiele in Spieß Uebungsbuch bis S. 64; Schul⸗ exercitien. 9 St. Regens Walter.
VI. Cl. Wiederholung des regelmäßigen Theils der Formenlehre; Einübung des unregelmäßigen Theils derſelben. Ueberſetzt wurden in Spieß„Uebungsbuch für Quinta“ die meiſten Aufgaben entweder mündlich oder ſchriftlich. Exercitien. 9 St. Deutſchmann.
v. Cl. Grammatik: Dle Lehre von der Uebereinſtimmung der Satztheile, von den Frageſätzen und vom Ge⸗ brauch der Caſus. Exercitien, zu Hauſe nach Spieß, in der Schule nach demſelben oder nach Diktaten. Lectüre: Corn. Nep. Miltiades, Themistocles, Aristides, Pausanias I— III, Cimon, Dion, Timoleon, Hannibal. 9 St.
Hetzel.
IV. Cl. Grammatik: Wiederholung der Caſuslehre mit Benutzung von Krebs Anleitung; darauf die Tempus⸗ und Moduslehre nach Siberti. Häusliche und Schul⸗Exercitien. Lectüre: Caes. de b. gall. I, II, III; Ovid. Metam., Auswahl von Sibelis S. 1— 68; vorher ging die Lehre von der Proſodie und dem Hexameter; Uebungen im Umſtellen von Verſen. 9 St. Colombel.
III. Cl. Beendigung der Syntax und Wiederholung der in IV. Cl. durchgenommenen Abſchnitte, nach Siberti. Häusliche Exercitien aus Süpfle's Aufgaben I und Schul⸗Exercitien. Geleſen wurde Caesar d. b. g. VI, I.
II, III. 8 St. Lade. Metrik mit Uebungen im elegiſchen Versmaße; Ueberſetung ausgewählter Stücke aus Ovid's Metamorphoſen in Friedemann's Chreſtomathie§. 5, 1, o, f, g, k, e, n. 2 St. Walter.
II. Cl. Grammatik: Zumpt,§. 493— 655. Lectüre: Livius l. XXI und XXII, 1—50. Exereitien, wöcheutl. in der Schule nach Diktaten; häusliche nach Seyffert. Privatlektüre: Cic. orr. Pro imperio Cn. Pomp., Ppro Ligario, pro Marcello. 8 St. Meiſter.
*) Themata: Die Soldaten in„Wallenſteins Lager“, als Repräſentanten ihrer Führer.—„Ein großes Muſter weckt Nacheiferung, Und gibt dem Urtheil höhere Geſetze.“— Nähert ſich der Eorgeiz der Tugend mehr, als die Habſucht?— Metriſche Ueberſetzung der Horaziſchen Ode II, 16.— Vergleichung des Illo und Terzky in Schillers „Wallenſtein“, oder: die Schickſalsideen in dieſem Drama, oder Schilderung eines der Charaktere deſſelben(nach freier Wahl).— Welchen Nutzen gewährt es, die Gegenwart als eine Tochter der Vergangenheit und als eine Mutter der Zukunft zu betrachten?— Friede mit ſich iſt Friede mit der Welt.— Was iſt von der Behauptung zu halten, daß die Noth die Mutter der Künſte ſei?— Wer gebieten will, muß ſich beherrſchen können.—„ illſt du nicht blos der Erde leben, Mußt du nach Idealen ſtreben.“—„Was du ſageſt, ſei wahr, Doch ſage nicht Alles, was wahr iſt.“— Nur beglückend kannſt du glücklich ſein.— Welches ſind die wichtigſten Erforderniſſe zu einem guten mündlichen Vortrage?— Ueber die weltgeſchichtliche Bedeutung der Gothen.— König Heirrich's I. Verdienſte um Deutſchland.— Die politiſche Thätigkeit Otto's d. G., nach ihren Hauptmomenten dargeſtellt.— Der deutſche Orden, in der Zeit ſeiner Blüte und ſeines Verfalles dargeſtellt.—


