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fache durch den Wechsel der Lehrer dieses Faches. Denn durch Allerhöchtes Rescript vom 5. Octbr. 1849 wurde der bisherige Lehrer der Mathematik und Physik, Dr. Rudolph Hermann Kohlrausch, welcher seit Juli 1835 an der hiesigen Schule mit anerkanntem Pflichteifer und erfolgreicher Thätigkeit gewirkt hatte, an die höhere Gewerbschule in Cassel versetzt und an dessen Stelle dahier durch ein Allerhöchstes Rescript vom 11. Octbr. 1849 Dr. Julius Hartmann, bis dahin Lehrer der Mathm. am Gymn. in Marburg, mit Beibe- haltung seiner Besoldung ernannt, welcher jedoch in Folge des anfänglich bis Weihnach- ten erstreckten, hernach auf den Grund des von ihm nachgewiesenen Krankheitszustandes verlängerten Urlaubs sein neues Amt noch nicht angetreten hat, weshalb die ihm zufal- lenden Lehrstunden theils, und so weit es anging, von dem Candidaten des mathematischen Lehramtes, Praktik. HIeermann, theils von andern Lehrern mussten übernommen werden. Die Pfingstferien dauerten vom 26— 30 Mai, die Sommerferien vom 2— 23 Juli.
Die Geburtstagsfeier Sr. Königl. Ioheit, des Allerdurchlauchtigsten Kurfürsten, wurde am 20. August von Lehrern und Schülern begangen. Die Festrede hielt Dr. Blackert.
Um ausnahmsweise Zulassung zur Maturitätsprüfung auf Michaelis hatten zwei Pri- maner, Georg Christ. Hermann Berkenbusch aus Rinteln und Friedrich Baldewein aus Rinteln, nachgesucht und waren, jener durch Beschluss des Lehrercollegiums vom 23. Juni, dieser durch Beschluss Eines hohen Ministeriums des Innern vom 14. Juli zur Prüfung zugelassen worden. Das schriftliche Examen fand in den Tagen vom 27. August bis zum 1. Sptbr, das mündliche Examen am 14. Septhbr. stalt.
Am 23. Sepib. feierten die Lehrer und Schüler das heilige Abendmahl.
Am 24. und 25. Septb. wurden die Classenprüfungen angestellt und am 26. Septhr., nach Eutlassung der zur Universität Ubergehenden, die halbjährigen Versetzungen der Schüler und die neue Classenordnung bekannt gemacht.
Nach Ablauf der I4tägigen Herbstferien wurden die zur Aufnahme in das Gymnasium Angemeldeten am 15. Octbr. geprüft und am Tage darauf der Wintercursus begonnen.
Durch Allerhöchste Entschliessung vom 13 November wurde der Lehrer an der Real- schule und d. Progymnasiums in Schmalkalden, Dr. Wilh. Klingender, mit einem jähr- lichem Gehalte von 600 Rthlr. als ordentlicher Lehrer am hiesigem Gymnasium angestellt. Er trat seine Stelle bald nach Beginn des neuen Jahres an.
Die Weihnachtsferien dauerten vom 24. Dechr. bis zum 3. Januar. Unter Theilnahme eines zahlreichen Publikums wurde auch dieses Mal die Sylvesterfeier begangen, indem abwechselnd mit Clavierspiel und Gesangstücken, welche der ganze Chor oder die Lie- dertafel der Schüler vortrug, Redeversuche über„die Hoffnungen die auf Erfüllung rechnen dürfen: und„über die Segnungen des Fleisses,“ von zwei Primanern gemacht, von einem dritten aber die Hinfälligkeit des Irdischen in einem Dichtungsversuche be- handelt wurde.
Der Maturitätspräfung unterzogen sich 3 Primaner, Louis August Propping aus Exten, Friedr. Ernst Ludwig von Starck aus Cassel und Carl Julius Wilh. Weiss


