Aufsatz 
The German influence on the poetry of England and America in the course of the 19th Century : an essay / by Henkel
Entstehung
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begleitet, am vorhergehenden Sonnabend an denSchülerberg oberhalb Grebendorf, um Maienbüſche zu holen. Mit frohen Geſängen begiebt ſich die muntere Schaar unter die Dorflinde, läßt einige Feſtlieder ertönen, holt in Begleitung des Förſters Maienbüſche, ſo viel ein jeder tragen kann, und kehrt zum Dorfmarkte zurück. Einige Ruhe, und dann geht der Zug wieder zur Stadt. Ein Maienwald bewegt ſich langſam des Weges daher und hunderte von Kinderſtimmen ſingen durch das junge Grün hervor:Das Feſt der Freude iſt erſchienen ꝛc. Auf einer grünen Flußinſel, deren Horizont ein unvergleichlich ſchönes Panorama bildet, auf dem ſog. Werdchen, bauen ſie nun Laubhütten, die einen Tanzplatz umfriedigen, und ſcheiden dann unter Geſang bis auf morgen. Nach dem Nachmittagsgottesdienſte ſtrömen die Mädchen mit weißen Kleidern und Blumen⸗ kränzen im Haar, die Knaben mit langen Stäben, verziert mit Blumen und Bändern, zur Schule. Ein Zug von faſt 1200 Kindern ordnet ſich unter Aufſicht der Lehrer, die Muſikchöre ſtimmen ihr Marſchlied an, und umjubelt von dem Zuruf der alten Welt zieht die junge, auch nicht ſchweigſam, zum Feſtplatz. Nachdem einige Feſtlieder geſungen, beginnt der Tanz und dauert bis in den Vollmondſchein hinein, während in zahlreichen Zelten umher Väter und Mütter und Jugendfreunde ſich der füßeſten Freude freuen, des Glückes ihrer Kinder.

Am 27. September fand ein Schauturnen auf dem feſtlich geſchmückten Turnplatze der Schule ſtatt, das trotz des ungünſtigen Wetters Hunderte von Zuſchauern herbeigelockt hatte; ſolche Beweiſe von Theilnahme können der guten Sache nur förderlich ſein und veranlaſſen uns zu herzlichem Danke. Am 22. December beging die Anſtalt ihr Weihnachtsfeſt dadurch, daß Schüler aus allen Klaſſen theils durch Vortrag von geeigneten Poeſieen, theils durch angemeſſene Eeſänge unter dem Lichterſchein des Weihnachtsbaumes ſich und ihre Angehörigen, die zahlreich erſchienen waren, in eine gehobene Feſtſtimmung verſetzten.

Ferien. Zu Oſtern die Char⸗ und die Oſternwoche, zu Pfingſten die erſte Hälfte der Feſtwoche, zu Johannis 3 Wochen(Anfang am Tage des Maienganges), zu Michaelis 3 Wochen(Anfang mit der Woche, in welche Michaelis fällt), zu Weihnachten 2 Wochen.

Nachdem in der Weiſe des vorſtehenden Lehrplanes der Unterricht von Oſtern 1868 ab gehandhabt worden war, hatte ſich unter dem Collegium allmälig die Ueberzeugung gebildet, daß einige Schüler der oberſten Realklaſſe im Stande ſein möchten, die Abiturientenprüfung nach Maßgabe der Unterrichts⸗ und Prüfungs⸗ Ordnung vom 6. October 1859 zu beſtehen und dadurch der Anſtalt die ſtaatliche Anerkennung als Realſchule 2. Ordnung zu erwerben.

In der zur Erledigung dieſer Frage berufenen Conferenz entſchied ſich das Collegium einſtimmig dafür, die Primaner Menſing, Kahn und Baum zur Prüfung zuzulaſſen, und das Königl. Provinzial⸗Schul⸗ Collegium ertheilte durch Verfügung vom 15. Januar dazu die Genehmigung. In Folge deſſen erſchienen zur ſchriftlichen Prüfung(am 28. Januar, 1., 2., 4. und 5. Februar):

1) Heinrich Menſing, geb. zu Eſchwege 22. Mai 1853, evangeliſch, Sohn eines Kaufmannes hierſelbſt, auf der Schule ſeit Oſtern 1862,

2) Albert Kahn, geb. zu Eſchwege 22. März 1853, moſaiſch, Sohn eines Kaufmannes hierſelbſt, auf der Schule ſeit Michaelis 1861, 3.

3) Chriſtoph Baum, geb. zu Eſchwege 18. Juli 1853, evangeliſch, Sohn eines hierſelbſt verſtorbenen Tuchmachers, auf der Schule ſeit Oſtern 1862; alle drei ſaßen von Oſtern 186668 in der I real. der früheren Anſtalt und ſeit Oſtern 1868 in der Prima der reorganiſirten Schule.

Sie erhielten folgende Prüfungsaufgaben: