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einer 50 v„6zi in der Politie des Platon II, 372a fgg., welche Zeller zur Beſtätigung ſeiner Com⸗ bination herbeizieht, kann unmöglich einen Cyniker treffen. Platon ſtellt die Anfänge des Staates dar, der erſt der Befriedigung der nothwendigſten Bedürfniſſe dient und die Gerechtigkeit nur in der Anordnung der gegenſeitigen Verkehrsverhältniſſe enthält: ev adrcv robroy(die ſich zum Staate vereinigt haben) xpeix riwt i dc dAhkooc(wie auch Ariſtoteles den Staat urſprünglich aus dem Bedürfniß entſtehen läßt, Zeller i. a. B. II, 2, S. 528). Ein politiſcher Verein aber, der, wenn auch noch in beſchränkter Weiſe, doch bereits Handwerk, Ackerbau und Handel entwickelt und im Gelde ſich ein Verkehrsmittel. geſchaffen hat, véea E5 okoy rhe dNarhe Eveua, hat mit dem cyniſchen Ideal nichts gemein. Ein Staat von Schweinen wird er am Schluſſe ſcherzend genannt, um den Uebergang von der erſten zur folgenden politiſchen Entwickelungsſtufe zu vermitteln, auf welcher künſtlichere Bedürfniſſe und höhere Genüſſe zu befriedigen ſind. Beide Stellen des Platon beweiſen nach meiner Ueberzeugung nichts für den Inhalt des cyniſchen Staatsideals. Was wir aber vom Inhalt der Politie, welche dem Diogenes zugeſchrieben wird, wiſſen, beweist nur die Unechtheit dieſer Schrift. Ich ſtütze dieſe Behauptung auf die Autorität des Ariſtoteles, der in der Politik(einem Werke, das in ſeine letzten Lebensjahre fällt) nach den Erörterungen über die Geſetze und den Staat Platons bemerkt, II, 4, 1, daß alle übrigen Politieen, die von Theoretikern aufgeſtellt ſeien, ſich näher an die beſtehenden Staats⸗ verfaſſungen anſchlöſſen; denn keine andere habe Neuerungen wie die Weiber⸗ und Kinderge⸗ meinſchaft u. ſ. w. vorgebracht, ſondern ſie gingen mehr von den nothwendigen Dingen aus. Und ſo finden wir denn dem Diogenes auch die noherela(nebſt anderen oder ſogar ſämmtlichen Schriften, die Pien Namen tragen) ſchon im Alterthum von Sotion, Satyrus und Sofſtkrates abgeſprochen, Diog. . VI, 80.


