Aufsatz 
Die erste Abiturienten-Prüfung / Chr. Hempfing
Entstehung
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Mathematik und Rechnen. Geometrie: Erklärung und Einübung der geometrischen Grundbegriffe von Körper, Fläche, Linie, Punct; die Winkel, die Winkel an Parallel-Linien. Einige der leichtesten Sätze vom Dreieck. 1 St. wöchentlich. Rechnen: Repetition und Er- weiterung der Bruchrechnung. Einfache Regeldetri-Aufgaben mit Brüchen. Mündliche und schriftliche Uebungen. Rechnen mit Decimalbrüchen. Nach Kobers Aufgaben für den Rechenunterricht. 2. Heft§. 1. 3 St. wöchentlich.

Zeichnen. Freihandseichnen nach Vorlagen und Vorzeichnungen auf der Wandtafel. Gerad- und krummlinige Figuren, Gefäss- und Blattformen, einfache Ornamente und Rosetten, mit leichtem Schatten. 4 Stunden wöchentlich.

Schönschreiben. Current- und Cursivschrift nach Beumer, einige Schüler fertigen in einer der beiden Schreibstunden Zierschriften und dergl. an. 2 St. wöchentl.

Singen. Choralmelodien und zweistimmige Lieder. 2 resp. 1 St. wöchentl.(in Gemein- schaft mit der zweiten Abtheilung).

Turnen. In Gemeinschaft mit der zweiten Abtheilung. Freiübungen und Gerâthübungen.

Sexta. Ordinarius: Lehrer Leimbach.

Religionsunterricht. a) Die biblische Geschichte des alten Testaments nach Zahn wird durchgenommen. b) Die beiden ersten Hauptstücke des Katechismus werden gelernt, nach dem Wortverstand kurz erklärt und durch einige Bibelsprüche erläutert. c) Eine Anzahl von Kirchenliedern aus den 150 Kernlieder, nämlich Nr. 2 V. 1 6, 9, 30, 58, 101, 116, 127 wird eingeprägt, zunächst im Anschluss an das Kirchenjahr. 3 St. wöchentl.

Deutsch. a) Lesen, theils cursorisch, theils statarisch, in Hopf und Paulsieks Lese- buch für Sexta, Nacherzählen des Gelesenen und schriftliche Uebungen aus dem Lesestoff. b) Erläutern, Memoriren und Vortragen von c. 20 Gedichten aus dem Lesebuche. c) Grammatik: Die Wortformenlehre, Uebungen aus der Wortbildungslehre und der einfache Satz. d) Styl- übungen in Verbindung mit orthographischen Uebungen: Kleine Beschreibungen, Erzählungen, Vergleichungen. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit zur häuslichen Correctur. 5 Stunden wöchentlich.

Lateinisch. Regelmässige Declination der Substantiva und Adjectiva nebst Comparation der letzteren; die Declination der Pronomina, von den Zahlwörtern die Cardinalia und Ordinalia Conjugation des Hülfsverbs esse, die 4 regelmässigen Conjugationen, die Präpositionen, Ad- verbien, Conjunctionen und die Conjugation der Deponentia, Grammatik von Ferd. Schultz bis§. 105; ferner§. 155, 156, 161, 162. Im Uebungsbuch von Spiess für Sexta Kapitel I. bis XXV. nebst Aneignung der darin enthaltenen Vocabeln. Jede Woche ein Scriptum oder Extemporale zur häuslichen Correctur. 9 St. wöchentl.

Geschichte. Die wichtigsten biographischen Erzählungen aus der griechischen und römischen Geschichte. 2 St. wöchentl.

Geographie. Im Anschluss an die Heimathskunde Erörterung der wichtigsten Vorbe- griffe des geographischen Unterrichts(aus der mathematischen und physikalischen Geographie) mit Benutzung des Globus und der Planigloben. Die 5 Erdtheile, die 5 Oceane(die allgemeinen

Umrisse der fremden Erdtheile: Grenzen, Gebirge, Flüsse, Länder und Hauptstädte; die wich- tigsten Meerestheile, Halbinseln und Inseln). Specieller die Beschreibung Europas und noch etwas genauer die des deutschen Reichs. 2 St. wöchentl.

Naturgeschichte. Botanik im Sommer: Beschreibung von in der Nähe wachsender, von den Schülern mitgebrachter Pflanzen, welche in ihrer Blüthenbildung einfach und instructiv sind; Kenntniss und Einübung der einfachsten Terminologischen Bezeichnungen. 1 St. wöchentl.

Zoologie im Winter; Beschreibung von in der Natur verglichenen oder ausgestopften, bezw. skelettirten oder in Spiritus aufbewahrten Thieren der vier oberen Thierklassen. Mit- theilungen über die Lebensweise dieser Thiere etc. 1 St. wöchentl.

Rechnen. Erklärung des Zahlensystems; Repetition der 4 Grundrechnungen mit unbe- nannten und benannten Zahlen. Leichte Regeldetri-Aufgaben. Besondere Multiplications- und

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