Aufsatz 
Über die Schulen für allgemeine Volksbildung / J. Hehl
Entstehung
Einzelbild herunterladen

27

Induſtrie kennen zu lernen, beſuchte während zweier Jahre die polytechniſche Schule zu Wien, und bei den häufigen Reiſen, welche zu machen ihm vergönnt waren, die großen techniſchen An⸗ ſtalten des Kaiſerreichs, welches er im Jahr 1845 verließ, um auf der polytechniſchen Schule zu München die Ingenieur⸗Wiſſenſchaften zu ſtudiren. Von dort meldete er ſich im Jahre 1846 zum Bau der Friedrich⸗Wilhelms⸗Nordbahn, wurde als Ingenieur⸗Aſſiſtent ſowohl beim Bau derſelben, als bei den Abrechnungen verwen⸗ det, hierauf bei dem Betriebe angeſtellt, ſuchte ſodann um Wie⸗ deraufnahme in den Kurfürſtlich Heſſiſchen Unterthanenverband nach, welche Aufnahme ihm im Jahre 1850 allergnädigſt bewil⸗ ligt wurde, und verließ den Betriebsdienſt der Friedrich⸗Wil⸗ helms⸗Nordbahn, um in Folge hoher Verfügung Kurfürſtlichen Miniſteriums des Innern vom 25. Auguſt 1851 auftragsweiſe die Lehrerſtelle im Ingenieurfache und der mechaniſchen Techno⸗ logie an der höheren Gewerbſchule zu übernehmen.

Wilhelm Lotz, Sohn des Regierungs⸗Directors Lotz, gebo⸗ ren zu Caſſel am 26. November 1829, beſuchte während der Jahre von 1841 bis 1846 die Gymnaſien zu Hanau und Fulda, ſowie von Michaelis 1846 bis 1848 die höhere Gewerbſchule zu Caſſel. Im Herbſt 1848 bezog er die Univerſität Marburg, wo er, ſowie ſpäter in Berlin, mathematiſchen, naturwiſſen⸗ ſchaftlichen und technologiſchen Studien oblag. Nach Caſſel zu⸗ rückgekehrt, unterzog er ſich der Prüfung der Bewerber um Lehrerſtellen an Realſchulen und wurde dann im Herbſt 1851 der höheren Gewerbſchule zugewieſen, um an dieſer Anſtalt ſeinen Vorbereitungsdienſt zu abſolviren.

Gottlob Ungewitter, Sohn des früheren weſtphäliſchen Rittmeiſters und ſpäteren Kaufmannes und Fabrikanten Unge⸗ witter, geboren im Jahre 1820 zu Wannfried, beſuchte von 1834 bis 1837 die höhere Gewerbſchule und arbeitete hierauf, um ſeine Studien fortzuſetzen, ein Jahr ausſchließlich an der