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bringen, damit ſie nicht in der Folge, wenn die Entſagung durch die Welt geboten wird, kleinmüthig, mürriſch und unglücklich werden.
Siebenter Abſchnitt.
Von den Werkſtätten und Samnlungen.
1) Ueber die Werkſtätten.
Außer einem vollſtändigen chemiſchen Laboratorium hat die höhere Gewerbſchule noch zu praktiſchen Arbeiten der Schüler zwei mechaniſche Werkſtätten, wovon die eine unter dem Lehrer Mechanikus Hochapfel und die zweite unter dem Werkführer Klemme ſteht. In dieſer letzteren befinden ſich die ausge⸗ zeichnetſten Werkzeuge.
In dieſen beiden Werkſtätten erhalten die Schüler prakti⸗ ſchen Unterricht im Modelliren in Holz überhaupt und auch in Metallarbeiten, und zwar nicht ſowohl, um aus der Anſtalt praktiſche Mechaniker und Modelleure zu entlaſſen, als viel⸗ mehr den praktiſchen Sinn der Schüler auszubilden und die⸗ ſelben durch ihre Arbeiten mit den Werkzeugen und deren Ge⸗ brauch bekannt zu machen. Wegen dieſer beabſichtigten allſei⸗ tigen Anregung der Schüler, um denſelben eine allgemeine techniſche Bildung zu ertheilen, wird bei der Zulaſſung der Schüler in die Werkſtätten nicht auf das Fach geſehen, was ſie ergreifen, ſondern einzig und allein auf die Entwickelungs⸗ periode, in welcher ſich die Schüler befinden, und auf deren Betragen. Zufolge jener kann nur ausnahmsweiſe ein Schüler aus der Aten und 3ten Klaſſe zugelaſſen werden, und dann hängt die Zulaſſung der Schüler aus den beiden oberen Klaſſen von deren Fleiß in den übrigen Lehrgegenſtänden und einem guten Betragen ab. Dieſe Erlaubniß wird aber nie auf die Dauer des Aufenthaltes des Schülers auf der Schule ertheilt,


