Aufsatz 
Darstellung und Erklärung der inneren Einrichtung der höheren Gewerbschule / J. Hehl
Entstehung
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Zweiter Abſchnitt. Uleber die innere Gliederung der Schule.

Die verſchiedenen Anſprüche, welche das Leben an die höhere Gewerbſchule macht, hat dieſelbe dadurch möglichſt zu befriedigen, daß ſich auf ihr jeder nach ſeinen Sonderintereſſen eine allgemeine techniſche Ausbildung aneignen kann. Dieſer Zweck kann nur durch eine angemeſſene Vertheilung des Unter richts auf die einzelnen Wochentage und durch Bildung ver⸗ ſchiedener Partialſchulen nach den verſchiedenen Richtungen der Zöglinge erreicht werden. Die Gliederung der beſonderen Schulen, welche die höhere Gewerbſchule mit vollſtändig aus⸗ geprägtem Character durch die neue Organiſation einſchließt, ſoll hier abgehandelt werden.

1) Das höhere techniſche Inſtitut.

Um den Zöglingen eine allgemeine höhere techniſche Bil⸗ dung zu ertheilen, zerfällt die Schule in vier Klaſſen, in wel⸗ chen der geſammte Unterrichtsſtoff, in folgender Weiſe von dem unterſten anfangend, angeordnet iſt.

und welcher ſie geiſtig auf den Standpunkt ſtellt, daß die Liebe zur wiſſenſchaftlichen Beſchäftigung in ihrem Fache, das Streben, etwas Ausgezeichnetes in ſeinem Leben zu leiſten, die trüben Sorgen für die Zukunft verſcheucht und den Gedanken, das Höchſte ſey, Vermögen zu beſitzen, nicht aufkommen läßt, daß er nicht drei oder vier Handwerke nothdürftig erlernt, um eine größere Wahrſchein⸗ lichkeit eines vortheilhaften Unterkommens auf ſeiner Wanderſchaft zu gewinnen, oder wenn er auf den Staatsdienſt aspirirt, das Geometer⸗, Architekten⸗, Ingenieur⸗, Berg⸗Eleven u. Reallehrer⸗ Examen macht und dem Staate in einer Perſon fünf untüchtige Aspiranten liefert. Der Staat und die Privaten bedürfen weiter der Schule als Mittel gegen den Andrang unwiſſender Bewerber um Anſtellungen und vortheilhafte Unterkommen; den Eltern ſollen durch dieſelbe Sorgen und Koſten, wohl auch manche widerrechtliche Schritte erſpart werden, die ſie außerdem machen müßten, um untüchtigen Söhnen ein Unterkommen zu verſchaffen, das beſſeren Männern erſprießlicher zu Theil geworden wäre. 2*