Aufsatz 
Über electro-dynamische Verteilung / [Hehl]
Entstehung
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12.

teren Stromtheiles entspricht; durchschneidet aber der Leiter den projectirten Strom, so entsteht nur Spannungs-Electricität. Ist die Richtung der Bewegung schief gegen den projectirten Strom, so hat man zu ermitteln, inwieweit eine Bewegung nach der Rich- tung des Stromes und inwieweit ein paralleles Nähern gegen den projectirten stattfindet und aus beiden das Resultat für den Strom im Leiter anzusetzen. Sobald der Leiter bei der schiefen Bewe- gung den projectirten Strom durchschneidet, so heben sich die ent- stehenden Ströme ganz auf.

Wenn sich der Leiter in einer Ebene bewegt, welche den Strom durchschneidet, so projectire man ebenfalls diesen auf die- selbe und sehe die Projection als den Schliessungsdraht des Stro- mes an. Man erhält hier dieselben Resultate, wofern die Pro- jection eine Linie ist, mit dem Unterschiede, wie früher, dass die Bewegung nach der Richtung des projectirten Stromes, den Leiter zugleich in grössere und kleinere Wirkungssphären bringt, welches aber für den Leiter keinen Einfluss auf die Richtung der Strö- mung äussert. Ist die Projection des Schliessungsdrahtes auf die Ebene, in welcher die Bewegung erfolgt, nur ein Punct, so wird durch die Bewegung des Leiters kein Strom hervorgerufen.

3) Bewegt sich ein Leiter in einer krummen Fläche in der Sphäre eines galvanischen Stromes, so ist nach dem Vorhergehen- den leicht zu ermitteln, ob in ihm ein Strom entsteht und nach welcher Richtung derselbe fliesst. Man hat nur die beiden Fra- gen zu beantworten: nämlich 1) nähert sich der Leiter während seiner Bewegung dem Strome oder entfernt er sich oder behält er dieselbe Entfernung, und 2) schreitet er während seiner Bewe-