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der Erlernung einer neuen Sprache die Länge der Zeit, die man verwendet, von geringerem Einfluß ist, als das Maß von Einsicht und Reife, das der Lernende mitbringt, dieser Grundsatz scheint sich im Griechischen be- sonders zu bewähren. Jedenfalls haben unsere Obersekundaner ein solches Maß von Verständnis und Sicherheit in dieser Sprache erlangt, daß sie nunmehr in den noch bleibenden zwei Jahren eingehende Lektüre griechischer Schriftsteller treiben und in dem Reichtum dieser Geisteswelt, soweit es dem Gymnasium angemessen ist, heimisch werden können.
Die jetzige Untersekunda hat bereits im ersten Jahre des griechischen Unterrichts das erste Buch der Anabasis mit gutem Erfolge gelesen. Die Vorbereitung fand hierbei lediglich in der Klasse selbst statt(§. S. 11.)
Im übrigen dürfen wir auf die Darlegungen verweisen, die im vorjährigen Programme S. 26— 30 ge- geben sind. Den Lehrplan, wie er sich nach der Verfügung des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums vom 25. Januar 1898 gestaltet, lassen wir hierunter noch einmal folgen:
Unter- zZusam- Allgem. schied VI V IV III III— II IIL I2„ men: Lehr- gegen : plan jaen allg. — Plan ſ Relgion.... 3 2 2 2 2 2 2 2 V 2 19 199— Deutsch und Geschichts- 5 4 4 3 3 3 3 3 3 31 26+ 5 erzählung. — et————r, Tatin—==— 10 10 3 3 W. 3 51 ½ 65— 13 ½ Griechisch[——— 8 3 3[,S. 5 31 36 4 3 Französisch..... 6 6 6 V 2 2 2 2 2 2 30 19[+ 11 Geschichte und Erdkunde 2 2 5 3 3 2 2 2 3 24 26— 2 ———— Rechnen und Mathematik 5 5 5 V 4 4 3 3 3 3 35 34 4+ 1 —— Naturbeschreibung... 2 2 2 2————— 8 8— Psik Q—=— 2 22 2 2 10 10— ’—— Schreiben..... 2 2———— V——— V 4 4— —— Zeichnen. 2 22 2=S=== S3— zusammen.. 25 25 26 28 28 30 30 30 30 252 255— 3
Turnen: 3 St. VI-I; Singen: 2 St. für die Schüler der VI und V. 1 ½ St. Chorgesang für die stimmbegabten Schüler der IV, III? und I. Freiwilliger Unterricht im Englischen oder Hebräischen: 3 St. Le u. Ii. Freiwilliger Unterricht im Zeichnen: 2 St. II u. I.


