Aufsatz 
Beiträge zu einem Quellenlesebuche für die Kirchengeschichte
Entstehung
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XV

Evangelium, in welchem uns das Leiden offenbart und die Auferstehung gewiß gemacht ist. Meidet die Spaltungen als einen Anfang von Übeln!

Alle folget dem Bischof, wie Jesus Christus dem Vater folgte, und dem Presbyter- kollegium, wie wenn es die Apostel wären. Die Diakonen aber beachtet, wie es Gott geboten hat. Unabhängig vom Bischof soll niemand etwas von dem thun. was in die Gemeinde gehört. Jenes Abendmahl allein sei giltig, welches unter den Augen des Bischofs oder eines von ihm Beauftragten gehalten wird! Wo der Bischof auftritt, da sei auch seine Gemeinde: wie die Gesamtkirche da ist, wo Jesus Christus ist! Ohne den Bischof darf keine Taufe und kein Liebesmahl gehalten werden; sondern was jener billigt, das ist auch Gott wohlgefällig.(Ich sage euch das,) damit alles was gethan wird. ehrlich und ordentlich zugehe.

V. Aus dem Kultus der Gemeinde am Anfang des zweiten Jahrhunderts. Disciplina duodecim apostolorum 7 ff.

a) Taufe.

N. A.(Matth. 28, 29): und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Apgsch. 8, 35 ff.): und predigte ihm das Evangelium von Jesu. Und als sie zogen der Straße nach, kamen sie an ein Wasser und der Kämmerer sprach:Hier ist Wasser; was hinderts, daß ich mich taufen lasse?-(Apgsch. 10, 47 im Hause des Cornelius): Mag auch jemand das Wasser wehren, daß diese nicht getauft werden, die den Heiligen Geist empfangen haben, gleichwie auch wir am Anfang?(Apgsch. 16, 13 15): Am Tage des Sabbats gingen wir hinaus vor die Stadt an das Wasser, da man pflegte zu beten... Als sie aber und ihr Haus getauft ward, ermahnte sie uns und sprach:So ihr mich achtet, daß ich gläubig bin an den Herrn, so kommt in mein Haus und bleibet allda.(Apgsch 16, 33 im Kerker zu Philippi): und er ließ sich taufen und die Seinen alsobald. Und führete sie in sein Haus.(I Kor. 1, 14 f. 17): Ich danke Gott, daß ich niemand unter euch getauft habe außer Krispus und Gajus, daß nicht jemand sagen möge, ich hätte auf meinen Namen getauft... Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen.

D. XII. a. 7: Was die Taufe anbetrifft, so sollt ihr so taufen: Wenn ihr dies alles (die Worte vom Wege zum Leben und vom Wege zum Tode) vorher gesagt habt, so taufet auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes in lebendigem Wasser. Hast du aber kein lebendiges Wasser, so tauche(den Täufling) in anderes Wasser, und kannst du es nicht in kaltem, so(thue es) in warmem. Hast du aber beides nicht, so sprenge auf seinen Kopf dreimal Wasser im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Vor der Taufe aber soll der Täufer und der Täufling und womöglich einige andere fasten. Den Täufling wirst du einen oder zwei Tage vorher fasten lassen.

b) Gebet. N. A.(Matth. 6, 5 13): Und wenn qu betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler. Darum sollt ihr also beten: Unser Vater u. s. w.: D. XII a. 8: Betet nicht wie die Heuchler, sondern betet so, wie der Herr in seinem Evangelium geboten hat:Unser Vater.. Übel; denn dein ist die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Dreimal des Tages sollt ihr also beten.

c) Abendmahl.

N. A.(Luc. 22, 17 ff.): Und er nahm den Kelch, dankte und sprach:Nehmet denselbigen und teilet ihn unter euch; denn ich sage euch:ich werde nicht trinken von dem Gewächse des Weinstockes, bis das Reich Gottes komme. Und er nahm das Brot u. s. w.(Joh. 15, 1. 5): Ich bin der rechte Weinstock, und mein Vater der Weingärtner.. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.