Aufsatz 
Erklärungen über Phädrus / von Kunkel
Entstehung
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gar nicht die Rede iſte ſandenn dieſe erſt in Wers 28 nund⸗ folgenden hervortritt= ſo

würde man: 1 e Inhmhian e. mi nunflunag in ilnbn Ft 11 dun ſna Wiathnn Tune) wKore icnonum wode raductö cantieum it rura aahnuf nir Imposuit. 1.ut hunr it r ni lie it airh utra

leſen; was noch weniger von don Hanufchrifren abweicht, und erklätensDarauf Panu der Chor einen nur für den wieder Eingeführten(Tibicen) unbekannten Gefang an.an Imponere alſo in der Bedeutung von inducere= hereinführen(daher mit canticeum= hören uſen Nan wenn man nicht insonuit leſen will, was aber auch gar nicht nöthig iſt, da die a rm ene Bedeutung von imponere ſich ganz leicht aus ſeiner Grundbedentung hineinſetzen ergibt. Sind wir nun aber in der Betrachtung der Stelle einmal zu der Ueberzeugung gekommen, daß bei imposuit noch an keine Täuſchung zu denken ſei ſo dürfte endlich reducto in der angenommenen Bedeutung wenigſtens eben ſo ſehr auffallen, wie more ducto in der von Schirach gegebenen und es wird am Ende gar kein Grund zu einer Aenderung vorhanden ſein daher ich die Leſung der Hand⸗ ſchriften feſthalte mit der von Schirach ſchon gegebenen Erklärung. Ich leſe alſo mit den Codices:

2. 1, 1, Tunc chorus ignotum more ducto canticum

Imposuit.. und erkläre:Darauf ſtimmte der Chor nach gewohnter Weiſe(wie das oft Statt fand) einen unbekannten(neuen oder nicht zu dem Stücke gehörigen) Geſang an. V. 28. 29. Jactas basia tibicen; hiermit fängt alſo die Täuſchung(oder die Kundgebung der Täuſchung) an das Uebrige iſt klar. Die Leſung der Handſchriften Jaclat iſt ſchon von Desbillons gegen die Konjektur factant genügend in Schutz genommen.

Fab. VIII.

Ein geflügelten Laufes auf einem Scheermeſſer hinſchwebender Kahlkopf, mit haar⸗ vollem Hinterkopf und nacktem Körper(haſt du ihn erfaßt, ſo halte ihn feſt; denn wenn er einmal entſchlüpft iſt, ſo kann Jupiter ſelbſt ihn nicht wieder herbeiziehen) ſtellt die flüchtige Gelegenheit der Dinge(Gelegenheit zu handeln) dar. Damit kein träges Zögern unſere Thätigkeit aufhalte, haben die Alten dieſes Bild der Zeit gebildet(die Zeit unter dieſem Bilde dargeſtellt).

V. 3 und 4 ſetzt man wol am beſten in Klammern, wie auch oben in der Ueber⸗ ſetzung geſchehen iſt.

Fab. X.

V. 7. Cui latrans contra senex:= Ihm erwiederte der Alte bellend oder bellte der Alte entgegen. Andere: ihm antwortete der alte Beller ſo daß latrans ſtatt: canis ſtünde. Die Verſetzung der meiſten neueren Ausgaben:

cui sene contra latrans