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s0 scheint es, als habe Cariddi dessen Ausgabe vervoll- ständigen wollen.
Einen Abdruck dieser Ausgabe besorgte 1575 der schon erwähnte Pegoli in Venedig und 1796 erschien die letzte bei Aloysius Cacia Spadaro in Messina. Nach dieser gebe ich die Capitel von§. 57 an.
In dem weitläufigen Commentare, welchen Marius Giurba zu dem Eherecht der Consuetudines geschrieben hat, und der 1620 zuerst in Messina bei Petrus Brea- in fol. erschien, sind dieselben theilweise gleichfalls ab- gedruckt. Ein Beweis für die Wichtigkeit der Consuetu- dines Messinas kann es nur sein, dass von diesem Com- mentar in Amsterdam 1651, in Genua 1653 und in Lyon 1673 neue Auflagen erschienen sind.
3. Die Gewohnheitsrechte der drittgrössten Stadt der Insel, Catanias, sind viel später gedruckt worden, als die Palermos und Messinas. Denn erst 1593 hat sie der Professor an der Universität Catania, welcher später Proto- notar und Königlicher Rath in Palermo wurde, Cosimo Nepita, mit einem Commentar herausgegeben. ¹) In dem- selben hat er ungedruckte Glossen von Blasco Lanza, Gerardo Agliata und Niccolò Intrigliolo verarbei- tet. Weitere Commentare zu den CataneserStatuten er- schienen von Jos. M. Lombardi²) und Salvatore Zappalà Daniele. ³) Andere, wie z. B. die Kpostillae von Ant. Lanzea blieben ungedruckt.
4. Nur eine Uebersetzung dieser Consuetudines in's Sicilianische bieten die Gewohnheitsrechte von Castiglione (Castri Leonis), einer Landstadt nordöstlich vom Aetna. Den Text derselben hat zuerst La Mantia nach zwei Handschriften der Senatsbibliothek zu Palermo(Q. q. F. 55. pag. 347 u. f. u. pag. 229 u. f.) theilweise abdrucken lassen.
Die Statuten der übrigen sicilianischen Städte sind nur gelegentlich herausgegeben.
¹) In consuetudines clarissimae civitatis Catanae, ac totius fere Siciliae regni, Commentaria. Panormi 1594 in fol.
.») In patrias leges commentarius academicus et forensis. Cat- 1757 in fol.
³) Consuetudini di Catania con annotazioni. Cat. 1811 in 4to.


