stereometrisch-trigonometrische Ubungen aus der GCnomonikk.
[Die folgenden Blätter bitte ich als eine zusammenhängende Reihe von Übungsbeispielen anzusehen, von denen man vielleicht neben andern Anwendungen der Trigonometrie und Stereometrie in Prima wird Gebrauch machen können.— Erhält die Gnomonik auch ihre eleganteste Lösung durch die Formeln der sphärischen Trigonometrie, so ist sie doch einfach genug, um wenigstens bis zu einer gewissen Tiefe durch die ersten Lehren der ebenen Trigonometrie und Stereometrie erforscht zu werden; bietet aber gerade bei dieser uneleganten Behandlung dem Anfänger reichliche Gelegen- heit, sich mit den trigonometrischen Functionen recht vertraut zu machen, sowie in der Vorstellung verschiedener Lagen von Ebenen und Linien zu einander sich eine gewisse Gewandheit und von den betreffenden Lehrsätzen darüber ein tieferes Verständniss zu verschaffen. Die V oder VI ersten Ca- pitel werden ohne Schwierigkeit verstanden werden. Die deinclinierenden Uhren fordern freilich schon etwas gereiftere Schüler— oder mehr Zeit. Doch wird für solche u. A. der Begriff eines Maximums nicht zu unzugänglich sein; auch selbst die Nummern 88 bis 90 wird der Lehrer durch ein paar treffende Bemerkungen, ohne ins Detail der analytischen Geometrie eingehen zu müssen, so weit erläutern können, dass der Schüler den Zusammenhang auffasst.]
1. Schon im Alterthum war die Methode bekannt, die Tageszeit an der Lage des Schat- tens zu erkennen, den ein Stift(Gnomon), von der Sonne beschienen, auf eine Fläche wirft.
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