Aufsatz 
Über Wellenbewegung / von Ioh. Hehl
Entstehung
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zwei einfache Wellen gelegt haben, wollen wir Fig. 20 in denselben 6 von derselben Breite, welche, wenn sie sich in einem freien Raume befänden, un- unterbrochen hintereinander lägen, bringen. Die erste Welle wird daher drei- mal hin und zurückgegangen sein, wenn die letzte, nämlich die sechste einge- treten ist. Wenn wir nun jede dieser sechs Wellen für sich betrachten und ihren Weg verfolgend mit den der übrigen zusammenstellen, so ergibt sich folgendes Resultat: In der Tiefe e liegen zweimal zwei Wellen über einander und bilden eine stehende Schwingung; von e aus gegen unten und oben nimmt die stehende Schwingung ab; sowohl in d als in d schreitet nur eine einfache Welle hin und her, für die in d ist der Berg und für die andere das Thal der voranschreitende Theil. Die stehende Schwingung ist daher eine Schich- tenschwingung, welche sich in eine fortschreitende verläuft.

Da die Wellen, in die Tiefe an Breite abnehmend, gerade hinter einander liegen und, mit gleicher Geschwindigkeit vorwärts schreitend, den gegebenen Raum ausfüllen, so kommt allmählig ein Wellenberg über ein entsprechendes Thal, welches nach derselben Richtung fortschreitet, zu liegen, z. B. für un- sere Voraussetzung die Wellenberge 2, 3, 4, 5, 6 über die Thäler 4, 5, 6, 2, 3. Auf diese Weise werden die Berge durch die Thäler ausgeglichen und es bleibt in d, wo die Interferenz für die genannten vollständig eingetreten ist, nur die erste Welle, welche hin und herschreitet.

In 5 liegen drei Wellen, in e derselben nur zwei vollständig übereinan- der, welche nach derselben Richtung fortzuschreiten streben. Diese Wellen sind nicht weiter gezeichnet, um die Figur nicht mit Linien zu überladen. Die Wellen lassen sich in jedem horizontalen Durchschnitte mehr oder weni- ger mit den Thälern, die mit ihnen in derselben Richtung laufen und sie theilweise interferenziren, zusammenfassen. Nimmt man eine Zusammenfassung der Art vor, so findet man in den horizontalen Schichten von e aus gegen d drei Wellenberge mit ihren Thälern, welche desto kleiner und desto verschie- dener an Grösse sind, je näher sie der Schichte d liegen, hin und herschrei- ten. In dem vorliegenden Falle ist in F ein Wellenberg und in g ein Wel- lenthal vollständig ausgebildet; in der Schichte über e rücken zwei Wellen- berge, über f, gegen einander, der dritte Wellenberg rückt gegen die Wand über h; dadurch kommen über g zwei Thäler zu liegen und über m wird ein