Aufsatz 
Die Verwendung unserer Münzensammlung im Geschichtsunterricht
Entstehung
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Sommer, so mußte auch Herr Gymnasiallehrer Schmidt im Winterhalbjahre um 6 Stunden entlastet werden. Die Herren Professor Dr. Prigge, Professor Dr. Drüner und Oberlehrer Dr. Steitz waren zu militärischen Übungen einberufen; bei ihrer Vertretung und auch in verschiedenen anderen Fällen haben die Herren des Pädagogischen Seminars dankenswert das Kollegium unterstützt. Herr Direktor Dr. Bruhn erkrankte im August und mußte bis zum Schluß des Vierteljahres in seinen Amtsgeschäften durch Herrn Professor Dr. Wirth, im Unterricht durch Mitglieder des Kollegiums vertreten werden. Herr Professor Dr. Wirth bedurfte zu Beginn des Winterhalbjahres eines 14tägigen Urlaubes zur Wiederherstellung seiner Gesundheit. Auch sonst waren kürzere und längere Vertretungen häufig nötig.

Herr Professor Dr. Schwemer war auch im verflossenen Schuljahre zur Fortführung seiner Geschichte Frankfurts beurlaubt und wurde von Herrn Oberlehrer Dr. Steitz vertreten.

Herr Kaplan Hippacher, der während der Schuljahre 1910/11 und 1911/12 den katholischen Religions- unterricht in V und VI, während des Schuljahrs 1911/12 auch in III und IV erteilt hatte, schied Ostern 1912 infolge Versetzung aus. Für seine Wirksamkeit am Goethe-Gymnasium sei ihm hierdurch der Dank der Anstalt ausgesprochen. An seine Stelle trat Herr Kaplan Valentin Duchscherer.

Im Winterhalbjahre wurde Herr Eugen Müller der Anstalt zur Ableistung des Probejahres über- wiesen; die Verwaltung der durch den Abgang des Herrn Professors Hauschild erledigten Stelle übernahm der wissenschaftliche Hilfslehrer Herr Robert Treut, der von unsern besten Wünschen geleitet zum 1. April als Oberlehrer an das Lyceum nach Berlin-Treptow geht; sechs hebräische Stunden erteilte der Seminar- kandidat am Wöhler-Realgymnasium Herr Pfarrer a. D. Baumann;: Herr Dr. Wena erhielt die weitere Ver- tretung des erkrankten Herrn Professors Dr. Weismantel, auf dessen baldige Genesung wir noch immer hofften. Da traf uns unerwartet die Nachricht von seinem am 22. Februar erfolgten Tode. Lehrer und Schüler der Anstalt gedachten des Verewigten an seinem Todestage in einer Trauerandacht und gaben ihm das letzte Geleite am 25. Februar. Der Berichterstatter sprach am Sarge den letzten Dank und Gruß des Lehrerkollegiums und der Schüler aus und setzt auch hierher die Worte, mit denen das Goethe-Gymnasium die Trauernachricht bekannt gab.Erfüllt von Trauer über den schweren Verlust, den unsere Anstalt durch diesen Todesfall erlitten hat, gedenken wir doch dankbar der Zeiten, als der Verewigte in körperlicher und geistiger Frische in unserem Kreise wirkte. Durch sein reiches Wissen, seine freundliche, aber stets bestimmte Art beim Unterricht ist er unseren Schülern ein anregender und stark fördernder Lehrer und Freund gewesen. Wir selbst werden dem warmherzigen Kollegen, der so gern in Bescheidenheit zurücktrat und doch so viel geben konnte und gab, ein ehrenvolles Andenken in Treue bewahren.

Am 31. Mai starb nach kurzem Krankenlager der Untertertianer Ferdinand Hofmeister. Er war erst Ostern in das Goethe-Gymnasium eingetreten, schien aber durch den Ernst seines Strebens wie durch die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit seines Wesens zu schönen Hoffnungen zu berechtigen. Sein Ordinarius und seine Mitschüler gaben ihm das letzte Geleite.

Das Königliche Provinzial-Schulkollegium überwies je ein Exemplar des Marinealbums und von Wislicenus: Deutschlands Seemacht, die auf Befehl Sr. Majestät am 27. Januar als Prämien vergeben werden sollten. Auf Beschluß des Kollegiums erhielten die Untersekundaner Theodor Schmitz und Fritz Münzer diese Preise.

Herr Dr. Eskuche, Direktor des Stadtgymnasiums zu Stettin, schenkte 50 Exemplare seiner Über- setzung des Froschmäusekrieges zur Verteilung an die Schüler unserer Oberklassen.

Als Preis der Bopp-Stiftung zum Gedächtnis des Herrn Professor Dr. Karl Bopp wurde dem Ober- primaner Wilhelm Niebling das Buch von Bach,Maschinenelemente bei der Progressionsfeier 1912 überreicht. Herr Stadtrat Dr. Mössinger und Frau Seefried überwiesen zu Weihnachten je 50 als Unterstützung für bedürftige Schüler. Unser herzlichster Dank sei auch hier dafür ausgesprochen.

Frl. Elisabeth Mommsen, Tochter des früheren Direktors des städtischen Gymnasiums, Dr. Tycho Mommsen, schenkte für die Münzsammlung des Gymnasiums eine auf dem Hofe des damaligen Gymnasial- gebäudes im September 1809 gefundene Prämienmünze aus dem Jahre 1609

Frau E. Rittweger schenkte der Anstalt mehrere Schülerverzeichnisse des städtischen Gymnasiums aus den Jahren 1815 1820, in denen mancher unserer heutigen Schüler noch den Namen seines Urgroßvaters oder anderer Verwandten mit Angabe der Rangordnung und etwaiger Klassenämter finden kann. Ferner erwarb Herr Prof. Dr. Hahn zwei Ansichten des alten Barfüßerklosters, in dem das städtische Gymnasium von 1529 bis 1839 untergebracht war. Das eine zeigt uns den Garten und das Wohngebäude des Senior ministerii, das