Aufsatz 
Beiträge zur Kenntnis der Ichneumoniden : 1. Teil
Entstehung
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III. Ueber Cryptus tarsoleucus Grav.

Schon im Jahre 1802 gelegentlich einer Rücksendung von lchneumoniden bemerkte Kriechbaumer zu einer von ihm als Cryptus fulvipes bestimmten Schlupfwespe:Scheint mir von tarsoleucus bestimmt verschieden; die Unterschiede der G sind mir aber noch unklar. Eine ähnlich lautende Notiz findet sich auch in C. G. Thom- son'sNya bidrag till Kännedom om Crypti(Opusc. entom. 1806, fasc. 21, pag. 2350). Dieser Forscher sagt dort in einer Anmerkung zu tarsoleucus, dass diese Art vermutlich zwei wohl geschiedene Spezies umfasse. Die 9 seien ziemlich leicht zu trennen, aber die Unterschiede der wären ihm unbekannt, da es ihm noch nicht geglückt sei, das G der einen Art zu erlangen. Auf Grund der Unterschiede der 9 stellt alsdann Thomson eine neue Art, Cryptus curvicaudis, auf, die sich von tarsoleucus durch deutlichere weisse Augenränder und Scheitelpunkte, durch schmäleren Hinterstiel und durch eine aufwärts gebogene Legeröhre unterscheiden soll. Ausser- dem erwähnt Thomson noch, dass nach Taschenberg die vordere Quer- leiste am Hinterrücken des tarsoleucus 2 vollständig sei, was aber bei seinen schwedischen Arten nicht zutreffe. Es wäre nun zunächst die Frage zu entscheiden, ob Thomson's curvicaudis O mit Kriech- baumer's fulvipes O identisch ist.

Da curvicaudis nach Thomson's Diagnose in der Mitte bleiche Hinterschienen besitzt, während diese bei fulvipes gleichmässig gelbbraun gefärbt sind, so liegen zweifellos zwei spezifisch ver- schiedene Arten vor. Die andere Frage, durch welche Merkmale sich die G von fulvipes und tarsoleucus unterscheiden, will ich im Folgenden auf Grund eines ziemlich reichhaltigen Materials(19 Q, 33 G), das ich im Laufe von ca. 10 Jahren zusammengebracht habe, zu beantworten suchen. Auf Grund der Skulptur des Hinterrückens und der Farbe des Flügelmals gelingt es ziemlich leicht, die Q in zwei spezifisch verschiedene Arten zu trennen, wobei die weit über- wiegende Zahl(17 Stück) auf fulvipes entfällt. Die beiden ver- bleibenden tarsoleucus stimmen bis auf die nicht ganz vollständige vordere Querleiste des Hinterrückens mit Taschenbergs Beschreibung (cf. dessendie Schlupfwespenfamilie Cryptides pag. 71 und 72) überein. Offenbar ist Taschenbergs Bemerkung:Beide Querleisten