Aufsatz 
Die älteren Handschriften der Gymnasialbibliothek zu Weilburg / von Richard Gropius
Entstehung
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und durch Deklamation der zum Verständnis wichtigsten Abschnitte des Stücks mit ein- ander verbunden.

Die Herbstferien begannen den 15. August. Da aber der Tag vorher wegen des Kirchweihfestes nach altem Herkommen freigegeben wurde, so konnten die Schüler schon Mittwoch den 13. um 12 Uhr ihre Censuren erhalten und entlassen werden.

Mit dem Ende des Sommersemesters verliess der Probekandidat Herr Dr. Röth die Anstalt, um eine Hülfslehrerstelle an dem Gymnasium zu Bochum anzutreten. Er hatte von Pfingsten an selbständigen Unterricht in den neueren Sprachen erteilt(8 St. w.).

Das Wintersemester wurde den 19. September eröffnet. Für die Dauer des- selben übertrug das Königliche Provinzial-Schulkollegium dem Kandidaten Vogel die vakante Hülfslehrerstelle, so dass ihm 21 wöchentliche Stunden übertragen und einzelne der anderen Lehrer erleichtert werden konnten.

Vom 20. bis 25. Oktober war der Direktor zur Teilnahme an den Schwurgerichts- sitzungen am Landgerichte zu Limburg einberufen.

Vom 25. bis 27. war Herr Oberlehrer Gropius als Landwehr-Kompagnie-Führer der Kontrolversammlungen wegen beurlaubt.

Wegen Krankheit hat Herr Brückel im Laufe des Jahres 12 Tage ausgesetzt.

Am Reformationsfeste gemeinsame Kommunion der evangelischen Lehrer und Schüler. Wie in früheren Jahren fanden auch diesmal im Laufe des Winters Klassen- prüfungen im Beisein des ganzen Lehrer-Kollegiums statt, und zwar am 18. Dezember mit der VI, am 22. Januar mit der V, am 30. Januar mit der IV, am 14. Februar mit der III2, am 21 Februar mit der III1¹, am 7. März mit der II2.

Vom 23. bis 27. Februar schriftliche Maturitätsprüfung, an der ausser 9 Schülern des hiesigen Gymnasiums 4 Extraneer teilnahmen. Diese letzteren wurden dann am 11. März mündlich geprüft unter dem Vorsitz des Direktors, dem die Funktionen des König- lichen Kommissarius übertragen waren.

Am 14. März morgens 3 Uhr starb der Gymnasiallehrer Woell, nachdem er noch tags zuvor seine Stunden erteilt hatte. Nach einem langen, schweren Leiden, das vor zwei Jahren zum Ausbruch kam und ihn nötigte, längeren Urlaub zu nehmen, schien er sich allmählich wieder erholt zu haben und erfüllte vom 1. Januar 1884 an ununter- brochen seine Berufspflichten, so dass man hoffen konnte, es sei ihm eine noch längere Frist vergönnt. Aber plötzlich erlag er einem neuen Krankheitsanfall in einem Alter von 49 Jahren, nachdem er 19 Jahre, vom 1. April 1866 dem hiesigen Gymnasium als Lehrer angebört hatte und erst seit dem 1. April v. J. in die erste ordentliche Gyrhnasiallehrer- stelle eingerückt war. Sein Hinscheiden hat allgemeine schmerzliche Teilnahme gefunden, da er wegen seines offenen, freundlichen Wesens überall wohlgelitten war und sich einen grossen Kreis von Freunden erworben hatte. Die Schule verliert an ihm einen pflicht- treuen Arbeiter, der ein warmes Herz für die Jugend hatte und seinen Kollegen stets zu Dienst und Hülfe bereit war. Wir werden ihm ein freundliches Andenken bewahren.

Am 16. März nachmittags 4 Uhr fand die Begräbnisfeier statt. Ausser den Lehrern und Schülern der Anstalt folgte ein langer Zug von Leidtragenden dem Leichenwagen, der an dem Eingang auf den Kirchhof von Trauermusik empfangen wurde. Der katholische Geistliche, Herr Fenner v. Fenneberg, selbst ein Schüler des Verewigten, widmete