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ſind es 25 Quaternionen, aber nicht alle enthalten die übliche Zahl von 4 Blattpaaren. Gleich dem Quat. I fehlt das 1. Blatt, ſo daß Blatt 8 nunmehr einfach iſt und loſe zwiſchen den üb⸗ rigen Blättern liegt. Ob auf dem fehlenden Blatt etwas geſtanden hat, läßt ſich nicht ermitteln, da das XI. Buch der Etymologiae erſt auf dem 2. Blatt beginnt und hier alles in Ordnung iſt. Quat. II—X ſind in Ordnung: dagegen beſteht Quat. XI nur aus 2 einzelnen Blättern; Quat. XII enthält nur 7 Blätter, da Blatt 8 fehlt, und Quat. XIII auch nur 6: der in dieſen drei Quaternionen enthaltene Text zeigt jedoch keine Lücken. Quat. XIV iſt wieder in Ordnung. Aber ſchon Quat. XV giebt wieder Anlaß zu einer Bemerkung, Blatt 1 fehlt und mit ihm ein Stück des Textes[Iſid. XVI, 3*) petra Graecum est bis XVI, 4 pendere in aere], dagegen iſt am Schluß ein einzelnes Blatt angeheftet. Quat. XVI beſteht nur aus einem Blattpaar, das zudem auch noch ſtark beſchnitten iſt; dazwiſchen ſieht man die Spuren eines zweiten, auf welchem Iſid. XVI, 14 stigmata aurea bis XVI, 17 a continente id quod geſtanden haben wird. Von Quat. XVII fehlt Blatt 1 mit Iſid. XVI, 19 bis atque ita distillantibus. Quat.
XVIII hat 11 Blätter, darunter iſt Blatt 1 einfach. Quat XIX hat 10 Blätter, dagegen Quat. XX nur 5; es fehlt ihm Blatt 3 und damit Iſid. XVIII, 1 causa. Injustum bellum— et mutata v in b. Quat. XXI und XXII ſind wieder in Ordnung. Aber Quat. XXIII hat nur 5 Blätter; es fehlen Blatt 1 und damit Iſid. XIX, 10 duraque et aspera bis XIX, 19 scidulae eo quod scin-, ferner Blatt 4 und 5 und damit Iſid. XIX, 22 vestigimentum— Apocalama. Quat. XXIV iſt in Ordnung. Von Quat. XXV endlich fehlen Blatt 7 und 8 und damit der Schluß des Werkes von XX, 9 Compositum est an.**) Von einer Bezeichnung der Quaternionen finden ſich nur einige Reſte, ſo bei Quat. I, II, X, XVII, XVIII, XVIIII, XX u. ſ. w., von einer Paginierung iſt nirgends etwas zu entdecken.
Im allgemeinen macht der Codex den Eindruck eines ziemlich hohen Alters. Die Formen der Buchſtaben erinnern z. B. an das Faeſimile eines Stückes aus Sintram's Evang. long. in Stacke's Deutſcher Geſchichte: nur ſtehen die im Text gebrauchten Minuskeln in unſerem Iſidorus nicht einzeln wie dort, ſondern ſind vielfach mit einander verbunden, was beſonders beim t auf⸗ fällt. Die über die Linie hinausragenden Buchſtaben b, l, d, h u. ſ. w. laufen nach oben dick zu. Als Initialen und in den Überſchriften finden wir die Formen der Kapital⸗ und Uncialſchrift verwendet. Die ſchwarze Tinte iſt ziemlich dunkel, die rote dagegen, mit welcher die Überſchriften und Initialen geſchrieben ſind, meiſt ſehr blaß. Die Worttrennung iſt noch nicht ſtreng durchge⸗ führt; ſo finden ſich Verbindungen wie suntfluminaexuno, utnontangatur, adradicem montission; als Interpunktionszeichen dient nur der Punkt. Abkürzungen ſind nur in geringer Zahl vor⸗ handen, am häufigſten finden ſich diejenigen für ae, um und et, die letztgenannte auch im Innern der Wörter, wie in tEtro, perp&tim und ähnl.
Als Probe laſſe ich, wie bei der vorigen Handſchrift, ein Stück folgen, welches ſich auch in den Freiburger Fragmenten findet und deshalb in der genannten Abhandlung von Sadée Be⸗ rückſichtigung gefunden hat. Ich nehme XII, 3§ 4 sqqd.
Est in sardinia animal perexiguum aranti forma quaesoli fuga dicitur quod diem fugiat. in metallis argentariis plurima estoccultum reptans per inprudentiam supersedentibus pestem facit. talpadicta quod sit damnata cecitate perpetua tenebris estenim absque oculis semper terram fodit etunum egerit et radices subter frugibus comedet quodgrecias fallaca
*) Ich citiere hier nach der obenerwähnten Ausgabe von 1493. **) Dieſe Angaben beziehen ſich nur auf das, was ſich bei einer oberflächlichen Betrachtung dem Auge zeigt: eine genauere Unterſuchung behält ſich der Verfaſſer vor.


