Religion, 2 St. wöchentlich; im Sommer com- binirt mit II.
a. Protestanten: Das Leben Jesu mit ausführlicher Behandlung und Memoriren der Bergpredigt; Memoriren von Kirchenliedern.
Caplan Voigt.
b. Katholiken: 2 St. wöchentlich; mit II.
Die Lehre von der göttlichen Offenbarung: Begriff, Nothwendigkeit, Wirklichkeit, Inhalt und Quellen derselben.
combinirt
Caplan Tripp. Geschichte, 2 St. wöchentlich. Geschichte des Mittelalters, mit besonderer Berücksichtigung der deutschen bis zum 14. Jahrhunderts Pütz
Schlusse des nach
Grundriss. Schmidt. Geographie, 2 St. wöchentlich.
Die physische Geographie von Deutschland nach einem Ueberblick über Orographie und Hydrographie Europas. Die politischen Verhält- nisse Deutschlands a. des norddeutschen Bundes, b. der Südstaaten, c. Oestreichs nach seinen deutschen und ausserdeutschen Besitzungen nach
Daniel's Handbuch. Schmidt.
Arithmetik, 3 St. wöcheutlich. Im Sommer: Die 4 Species und die Decimal- brüche wiederholt. Im Winter: Die Potenzen, Wurzeln und Logarithmen an zahlreichen Bei-
spielen eingeübt. d Henrich.
Geometrie, 3 St. wöchentlich. Die Planimetrie. Zahlreiche Aufgaben, nament- lich viele geometrische Constructionen und Be- rechnungen von Dreiecken aus gegebenen Be-
standtheilen. Henrich.
Naturgeschichte, 2 St. wöchentlich. Im Sommer: Botanik(Bestimmung von Pflanzen nach dem Linné' schen Systeme). Im Winter; Conchiliologie: Cephalopoda. Gaste- ropoda, Brachyopoda, Conchifera, Tunicata.
Henrich. Physik, 2 St. wöchentlich.
Die allgemeinen Eigenschaften der Körper, die besonderen Eigenschaften derselben in den
41
verschiedenen Aggregatzuständen, dio Lehre vom
Magnetismus, die Lehre von der Reibungs-
electricität und ein Theil der Lehre von der
galvanisch en Plectricität.
Greiss. Chemie, 3 St. wöchentlich. Die ersten Anfangsgründe der Chemie nach
Curs I.
Casselmann.
Casselmann's Leitfaden.
zZeichnen, 2 St. wöchentlich. Erklärung der Grundsätze des Planzeichnens. Uebungen im Schraffiren. Ornamentenzeichnen nach Vorlagen und nach Gyps. A. de Laspée. 1 St. wöchentlich Plemeniarlehrer Schmitt.
Klasse II.
Ordinarius: Professor Bellin ger.
Gesang,
Deutsche Sprache, 3 St. wöchentlich. Wiederholung und Erklärung wichtiger gram- matischer Regeln; die Hanptlehren der Metrik; die gebräuchlichsten Versmasse und Dichtungs- arten. Gelesen und erklärt wurden aus dem
Lesebuch von Masius prosaische und poetische
Stücke; die poetischen memorirt. Uebungen im
mündlichen Vortrag. Monatlich wurde ein Auf-
3
satz gefertigt, 3 in der Schule
Bellinger.
Lateinische Sprache, 5 St. wöchentlich.
Aus dem Lateinischen ins Deutsche wurden übersetzt und erklärt: a. Cicero's erste und vierte Rede gegen den Catilina und die Rede für den Ligarius; b. aus Ovid's Metamorphosen: Midas, Laomedon, Peleus und Ceyx, der Streit über die Waffen des Achilleus.— Aus der Grammatik: Die Lehre von den Zeiten, der Folge der Zeiten, von dem Gebrauch der Moden. Einübung der grammat. Regeln durch Uebersetzung der be- treffenden Stücke in Spiess' Uebungsbuch und Exercitien nach Dictaten. Privatim wurden ge- lesen und schriftlich übersetzt einige Bücher aus Cäsars Commentarien über den gallischen Krieg.
Bellinger. Französische Sprache, 4 St. wöchentlich.
Kurze Wiederholung der früheren Abschnitte
aus PIötz: Schulgrammatik II. Cursus; dann 6


