Aufsatz 
Geschichte der Anstalt während der ersten 25 Jahre ihres Bestehens / von Greiss
Entstehung
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Nachdem ich diese wenigen Bemerkungen vorausgeschickt habe, um Zweck und Absicht darzulegen, in welchen die folgenden Seiten von mir zusammengestellt worden sind, wende ich mich jetzt zu dem Gegenstande selbst.

A. Geschichte der Entstehung.

Dass bereits im Jahre 1817 in Nassau Realschulen in's Leben gerufen wurden, in welchen sich Handwerker, Künstler und Individuen, welche ein landwirthschaftliches oder anderes Gewerbe in grösserer Ausdehnung künftig zu treiben bestimmt waren, die nöthige erweiterte Bildung als allgemeine Vorbereitung zu ihrem bürgerlichen Berufe erwerben sollten, dass sie aber kaum mehr waren, als gehobene Elementarschulen, und ihren Namen also mit Unrecht führten, ferner dass sie im Jahre 1840 einer neuen, besseren Organisation unterzogen wurden, die im Wesentlichen bis in die neueste Zeit, in welcher sich mehrere derselben in höhere Bürgerschulen umwandelten, Geltung behalten hat, ist schon im vorig- jührigen Programm von meinem Collegen Bellinger auseinandergesetzt worden. Aber auch jetzt noch zeigten sich die Realschulen für diejenigen Classen der praktischen Berufsarten, welche eine höhere Ausbildung zum Betriebe ihrer Gewerbe verlangen mussten, unzureichend, und so finden wir, dass schon seit dem Jahre 1839 fast jedes Jahr in der Landesdeputirten- versammlung von einzelnen Mitgliedern derselben das Bedürfniss einer höheren Realschule ausführlich nachgewiesen, und Zweck und Stellung einer solchen zu den sonstigen öffentlichen Lehranstalten bestimmt bezeichnet wurde. Der Wunsch, eine höhere Realanstalt zu besitzen, wurde der Regierung in jedem folgenden Jahre mit grösserer Wärme vorgetragen. Aus dem Jahre 1843 finden sich z. B. in dem Berichte des Specialausschusses zur Prüfung des Exigenzetats herzoglicher Landesregierung bei Capitel V(Lehranstalten) D(Beiträge zu Realschulen) folgende Stellen:»Der Ausschuss verkennt keineswegs die guten Zwecke in der Verwendung obiger Geldmittel, er muss aber die in früheren Jahren schon ausgesprochene Ansicht festhalten, dass der Stand dieser Realschulen nur als eine geringe Steigerung der Elementarschulen zu betrachten ist, dass sie daher ein Bedürfniss unbefriedigt lassen, welches mit den tüglich steigenden Ansprüchen für die Ausbildung in technischen Füchern sich Anerkennung verschafft« und weiter»Wenn es bei dem dermaligen Bestande der Schul- organisation, für deren Revision und Umbildung schon manche Wünsche ausgesprochen worden sind, zwar nicht geboten scheint, die Forderungen bis zu dem Umfange einer polytechnischen Schule zu steigern, so dürfte es dem täglich mehr fühlbar werdenden Bedürfnisse doch ent- sprechen, einer dieser Realschulen diejenige Ausdehnung zu geben, wie solche z. B. für die höheren Bürgerschulen in anderen Lündern festgestellt wird, aus welchen die Schüler, mit den nöthigen Vorkenntnissen versehen, zu den Fachstudien übertreten. Diese Bürgerschulen stehen für die Realgegenstände an derselben Stelle, wie die Gymnasien für die gelehrte Bildung, und die Lehrer und Schüler beider Anstälten besitzen auch gleiche Rechte.« Nach Verlesung des Berichts in der Sitzung am vierten April sprach der Deputirte Senfft unter Anderem:»Sehr freue ich