Aufsatz 
Ueber das Verhalten der Krystalle zu den sogenannten Imponderabilien / von Greiss
Entstehung
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Schulnachrichten.

I. Zur Geschichte der Anstalt.

A. Die Unterrichtsverhältnisse betreffend.

Mit Ostern v. J. traten wesentliche Veränderungen im Lehrplane des Realgymnasiums ein. Sie wurden durch das Bedürfnis der grossen Zahl von Schülern herbeigeführt, welche nur die vier unteren Klassen der Anstalt besuchen können, und, theilweise auf die Erlernung des Lateinischen verzichtend, in den neuern fremden Sprachen es weiter bringen, und auch in den übrigen Gebieten innerhalb gewisser Grenzen zu einer Art von Abschluss gelangen wollen.

Darnach begann von Ostern v. J. an der französische Unterricht schon in der unter- sten(VII.) Klasse, während derselbe früher erst in VI. angefangen halte, und es wurde über- haupt in der ganzen unteren Abiheilung die Zahl der französischen Stunden von 11 auf 22 erhöht.

Der Unterricht im Englischen, welcher früher erst in IV. begonnen, ſieng jetzt schon in V. an, wodurch die Zahl der betreffenden Lehrstunden von 3 auf 7 stieg.

Die Zahl der praktischen Rechenstunden nahm von den 10 früheren bis auf 12, und im letzten Semester auf 13 zu.

Was die Mathematik betrifft, so kam in der unteren Abtheilung der ganze geome- trische wie arithmetische Unterricht incl. des Rechenunterrichts in IV. in die Hand eines ein- zigen Lehrers, welcher hier die gesammte Planimetrie, sowie die Elemente der sogenannten Buchstabenrechnung, die Lehre von den einfachen Gleichungen und ausserdem das Praktische der Rechnung mit Decimalbrüchen und Logarithmen zum Abschluss zu bringen hat.

In der Chemie wird seitdem für die mit IV. Austretenden ein geeigneter besonde- rer Unterricht in wöchentlich 2 Stunden ertheilt.

Der Zeichenunterricht endlich fängt jetzt ebenfalls schon in VII. statt in VI. an und ist so vertheilt, dass von V. an die Austretenden noch 4 Stuanden mehr haben, als die am lateinischen Unterrichte Theil nehmenden. Es erhalten demnach unten die Austretenden jetzt 14 und die weiter Gehenden 10 Zeichenstunden.

Der Unterricht im Lateinischen ist, wie oben bemerkt worden, für die aus IV. Aus- tretenden nicht mehr verbindlich. Derselbe beginnt jetzt erst in VI., weil in VII. nicht mit zwei fremden Sprachen zugleich angefangen werden kann. Die gesammte Stundenzahl hat sich aber hierdurch nur von 25 auf 24 verringert. Damit die Latinisten nicht wesentlich mit Mehrstunden überladen werden, so fällt das Lateinische grösstentheils auf solche, namenllich Zeichen- und Schreibstunden, welche die Austretenden für sich allein haben, und wodurch die weiter Gehenden nicht becinträchtiget werden.

In den drei oberen Classen sind keine wesentlichen Veränderungen in der früheren Unterrichtsvertheilung eingetreien. Nur sind dem Französischen und Englischen auch hier