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Die von ihnen gewonnenen Resultate haben sie in zwei Abhandlungen im 79ten und 81ten Bande von Poggendorff's Annalen veröffentlicht. Sie wurden auf eine Reihe von Thatsachen geführt, welche.das Gesetz als unzureichend erwiesen. Nach Plücker stehen Krystalle, wenn sie in der Richtung ihrer optischen Axe aufgehängt sind, nur noch unter dem Einfluss des Magnetismus oder Diamagnetismus ihrer Substanz. Wird ihnen daher in diesem Falle die Form eines Würfels oder einer kreisrunden platte gegeben, so müssten sie sich zwischen den Magnetpolen ganz indifferent verhalten. Dies fanden sie durch Versuche mit einem Würfel von Turmalin, einem Würfel von Beryll und einer kreisförmigen Platte von Kalkspath nicht bestätigt. Ferner stellte sich bei 11 runden platten aus dem optisch negativen Kalk- spath, welche so geschliffen waren, dass die optische Axe in ihrer Ebene lag, die optische Axe nur bei fünf äquatorial, bei den übrigen aber axial. Ebenso zeigten von optisch posi- tiven Krystallen der Bergkrystall, Schwerspath, Cölestin und das gelbe Blutlaugensalz ein dem Plücker'schen Gesetz widersprechendes Verhalten. Endlich fanden sie, dass bei den optisch zweiaxigen Krystallen von schwefelsaurem Zinkoxyd, schwefelsaurer Magnesia und Dichroit die Mittellinie, statt äquatorial gerichtet zu werden, wie es die Abstossung ihrer optischen Axen verlangen würde, sich den Polen entschieden so nahe als möglich zuwendete. Um nun ihrerseits zu einer Erklärung der Erscheinungen zu gelangen, suchten sie zunächst das Verhalten diamagnetischer und magnetischer Körper bei ähnlichen Naturverhältnissen mit einander zu vergleichen. Sie stellten vergleichende Versuche an mit Topas und Beryll, mit schwefelsaurem Zinkoxyd, schwefelsaurer Magnesia und schwefelsaurem Nickeloxyd, mit Sal- peter und Skapolith, mit irländischem Doppelspath und Eisenglanz, und ziehen aus denselben den Schluss, dass dieselbe Richtung, welche in irgend einem rein diamagnetischen Krystall sich senkrecht auf die Verbindungslinie der Magnetpole einstellt, bei einem rein magnetischen Körper von gleicher krystallinischer Structur den polen sich zuwendet, und dass also die Stellung eines Krystalls zwischen den Magnetpolen nicht, wie Plücker meint, einer von der magnetischen und diamagnetischen Beschaffenheit der Materie unabhängigen Wirkung zu- zuschreiben sei, sondern dass sie vielmehr ganz wesentlich durch jene bestimmt werde. Da es aber zur Erklärung des Verhaltens, welches die Krystalle in ihrer Stellung zwischen den Magnetpolen charakteristisch von unkrystallinischen Substanzen unterscheidet, offenbar aus- reichend ist, eine Ungleichheit der diamagnetischen Wirkung nach verschiedenen Richtungen in einen diamagnetischen, und eine Ungleichheit des Magnetismus in einem magnetischen Körper anzunehmen, so entstand für sie die weitere Frage, auf welchen Umstand eine solche Verschiedenheit der Wirkung in einem und demselben Körper zurückzuführen sei, und es lag die Vermuthung nah, dass diese Verschiedenheit nur den eigenthümlichen Aggregationsver- hältnissen der materiellen Theile in den Krystallen zuzuschreiben sei. Um hierüber Gewissheit zu erlangen, stellten sie unter anderen folgende Versuche an. Sie bildeten aus dem rein diamagnetischen Mehl, dessen Theilchen sie dadurch mit einander verbanden, dass sie ihm eine Spur von Gummi-Wasser zusetzten, einen kleinen vierkantigen Stab. Dieser stellte sich, horizontal zwischen den Magnetpolen aufgehängt, äquatorial, wie nicht anders zu erwarten war. Sie drückten ihn dann in der Richtung der grösseren Ausdehnung soweit zusammen, dass das Parallelepipedum in einen Würfel überging. Jetzt stellte er sich zwischen den Polen so ein, dass die Richtung, in welcher die Zusammendrückung stattgefunden hatte, die äquatoriale Lage annahm. Dies war aber selbst dann noch der Fall, als die Zusammendrückung


