Aufsatz 
Proben physikalischer Übungsaufgaben / vom ... R. Kohlrausch
Entstehung
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cillationen des Luftdruckes im Monat Januar kennen zu lernen, alle Viertelstunden den Barometerstand auf. Das Barometer hängt in einem Zimmer, welches jeden Morgen um 8 Uhr geheizt wird, in welchem jedoch die Temperatur nicht unter den Gefrierpunkt sinkt. Das Thermometer, nach dessen Angabe er die Reductionen der Barometerstände vornimmt, sei, ohne dass er es weiss, empfindlicher gegen die Wärme als das Barometer, entweder weil letzteres ein zu dickes Glasrohr hat, oder weil es von der erwärmten Luft früher getroffen wird. Nachdem die Stube eine Zeitlang gleichmässig durchgewärmt ist, höre diese Differenz auf. Werden nun die gleich nach 8 Uhr aufgezeichneten und redu- cirten Barometerstände den Luftdruck richtig angeben? Welche Oscillation des Luftdrucks würde dieser Beobachter irriger Weise gefunden haben?

19. Weswegen ist bei dieser Frage angenommen, dass die Temperatur in dem fraglichen Zimmer nicht unter den Gefrierpunkt sinken solle?

20. Wir denken uns, wir wollten die Richtigkeit des Mariotte'schen Gesetzes durch einen Versuch erproben und bedienten uns dazu eines lothrecht gestellten Heberrohres, dessen kürzerer Schenkel geschlossen ist. Vor dem Versuche argumentiren wir so: Wenn wir in den langen Schenkel so viel Quecksilber gegossen haben, dass es in ihm einen Zoll höher steht als im kurzen, und die eingeschlossene Luftsäule in diesem dann etwa 8 Zoll Länge hat, so wird sie auf 4 Zoll zusammengepresst werden, wenn wir den Quecksilber- druck verdoppeln, so dass es also im langen Schenkel 2 Zoll höher steht als im kurzen. Der Versuch rechtfertigt indessen unsre Vermuthung durchaus nicht, denn wir müssen viel mehr Quecksilber zuschütten. Wo steckt in unserm Schlusse der Fehler?

21. Wenn ich mit dem Munde sauge, so ist dieser Apparat einer Luftpumpe zu vergleichen. Welches ist dabei der Stiefel, welches der Stempel?

22. Wenn ich durch einen Strohhalm Flüssigkeit aus einem Gefässe aufsauge, welches ist die unmittelbare Kraft, durch welche bewirkt wird, dass die Flüssigkeit in den Mund gelangt, und welches die mittelbare?

23. Dem Falle eines Körpers in der Luft wirkt der Widerstand dieser entgegen. Ein freier Fall, d. h. eine wirklich gleichförmig beschleunigte Bewegung kann also der Fall in der Luft nicht sein. Nun wächst dieser Widerstand mit der Geschwindigkeit des fallenden Kkörpers und zwar wenigstens nach dem Quadrate derselben. Wie gross muss also zuletzt, wenn die Fallhöhe nur gross genug ist, der Widerstand der Luft beim Falle werden, und welche Bewegung wird dann der fallende Körper bekommen?

21. Warum fliegt eine horizontal geschossene Flintenkugel weiter als ein Schrotkorn, auch wenn beide anfünglich gleiche Geschwindigkeit besitzen?

25. Wie kann man aus den Lehren der Acustik schliessen, dass alle Körper mehr oder we- niger pressbar und ausdehnbar sind?

26. Schiesspulver und Jodstickstoff verwandeln sich, ersteres durch Entzündung, letzteres durch Berührung, in eine Quantität Gas. Woher kann es rühren, dass das Pulver dabei,