Aufsatz 
Über die Proportionalität von Stücken des geradlinigen Dreiecks mit den trigonometrischen Funktionen der ganzen, halben und doppelten Winkel desselben / [Grebe]
Entstehung
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14.

Aus beiden Tafeln ist ersichtlich, dass im Allgemeinen erwärmte Luftschichten ein Fallen, kalte ein Steigen des Barometers zur Folge haben, oder dass durchschnittlich ein Thermometermaximum mit einem Barometerminimum correspondirt, und umgekehrt. Ausserdem lehren beide Figuren die bekannte Thatsache, dass in den wärmeren Monaten die Amplitude der Barometerschwankungen geringer ist, als in den kältern. Der Grund dieser Erscheinung liegt in der veränderten Wirkung unsrer Hauptwinde im Winter und Sommer, nämlich des Südwest- und des Nordostwindes. Im Sommer wird die Erwär- mung des Südwestwindes durch bedeckte Atmosphäre, die Kälte des Nordostwindes durch hellen Himmel und damit zusammenhängende grössere Erwürmung der Atmosphäre mit- telst der Sonne gemildert; im Winter findet unter denselben Umständen das Umgekehrte statt, weil der bedeckte Himmel die Wärmestrahlung der Erde verhindert, der helle dieselbe vermehrt.

Die täglichen Variationéen der Quecksilbersäule sind in unsrer Breite durch die zufälligen Schwankungen so sehr verdeckt, dass man die Mittel aus Monate langen, wo möglich zu allen Stunden des Tages angestellten Beobachtungen nehmen muss, um die Periode zu erkennen. Eine derartige Beobachtungsreihe ist in diesem Jahre angestellt und soll weiter fortgesetzt werden. Das Resultat wird im nächsten Jahre zur Veröffent- lichung gelangen.

Als Mittel für den Barometerstand des Nordseespiegels unter 55° Breite kann man gemäss langjähriger Beobachtungen und Reductionen 763,024 mill. mit ziemlicher Sicher- heit annehmen. Das Jahresmittel für Cassel aus 1854 und 1855 gibt 27 6 55= 746,16 mill. Hiernach habe ich die Höhe Cassels bis zur Gegend des Druseltei- ches über der Nordsee auf 621,806 rheinl. Fuss berechnet.

Romer.