Physik: Wäarmelehre. Einige Grundbegriffe der Mechanik. Lehre vom Magnetismus und der Elektrizität. Lehrbuch: Jochmann und Hermes, Grundrifs der Experimentalphysik. 3 St. I. S.: Ober- lehrer Rothamel, von Pfingsten ab Kand. Angersbach, i. W.: Prof. Dr. Weiffenbach.
Chemie und Mineralogie: Verschiedene Metalloide und deren wichtige Verbindungen. Lehre von den Salzen. Atomtheorie, Wertigkeit, Radikale. Betrachtung verschiedener Mineralien nach ihren krystallographischen, physikalischen und chemischen Eigenschaffen. UÜbung in der Lösung stöchiometrischer Aufgaben. Rüdorff, Grundriſs der Chemie und Rüdorff, Grundrifs der Mineralogie wurden benutzt. 3 St. Prof. Dr. Brittner.
Zeichnen: Freihandzeichnen: Diverses Zeichnen, Ornamente etc. nach plastischen Modellen. Linear-Zeichnen: Orthogonale und klinogonale Projektion, Körperdrehung und Körperschnitte etc. Spezielle darstellende Geometrie. 3 St. Hallenstein.
IIa. Unter-Sekunda. Ordinarius in O. II2: Prof. Dr. Brittner, in M. IIz. Oberlehrer Dr. Vetter.
Evangelische Religionslehre: Erklärung des Ev. Lucae; Wiederholung des Katechismus, und Darlegung seiner inneren Gliederung; Sprüche, Lieder repet., einige Psalmen gelernt, Bibel, Gesangbuch, Katechismus, Noack, Hilfsbuch. Prof. Dr. Gotthold, in O. IIz W.: Prof. Dr. Lorey.
Katholische Religionslehre: I. Die Lehre von der göttl. Offenbarung; Quellen und Stufen derselben; die messianischen Weissagungen; die Offenbarung des N. Test.; Jesus Christus der verheiſsene Messias und Sohn Gottes; die Lehre von der Kirche; die Lehre von Gott und der Weltschöpfung. II. Einzelne Abschnitte aus der Kirchengeschichte. III. Kirchenjahr im Anschlufs an die kirchlichen Zeiten und Feste. 2 St. Fuchs, Kapl..
Deutsch: Lektüre: Goethes Hermann und Dorothea. Uhlands Herzog Ernst von Schwaben. Schillers Tell. Gelernt wurden die Glocke und Abschnitte aus Hermann und Dorothea. UÜbungen im
Disponieren. 3 St. O. II2: Prof. Dr. Lorey. M. II: Prof. Dr. Gotthold.
Themata der deutschen Aufsätze: O. IIz: 1. Der schwarze Ritter nach Uhlands Ballade. 2. Der Brand in Goethes„Hermann und Dorothea“ und seine Folgen für das Städtchen und seine Bewohner.(Klassenarbeit.) 3. Der Apotheker in Goethes„Hermann und Dorothea.“ 4. Welches sind die Hauptursachen der französischen Revolution, und wie ist der Verlauf derselben bis zum Tode Ludwigs XVI.? 5. Aus welchen Ursachen nahm der russische Feldzug für Napoleon einen unglücklichen Ausgang? 6. Auf welche Weise hat Schiller im ersten Aufzug seines„Tell“ die Aufgabe der Exposition gelöst?(Klassenarbeit.) 7. Wie sucht Schiller die Erschieſsung Gefslers durch Tell aus dem Hinterhalt zu rechfertigen.
Prufungsarbeit: Was erfahren wir in Goethes„Hermann und Dorothea“ über die- Ortlichkeit, in welcher die Handlung sich abspielt?
M. II.: 1. Von der Stirne heils rinnen muls der Schweiſs. 2. König Rudolf im„Grafen von Habsburg“ und der König in„des Sängers Fluch.“ 3. Welches ist die Disposition der Eingangsscene in Schillers Tell? 4. Was soll uns die I. Scene im Tell veranschaulichen?(Probearbeit.) 5. Welchen Verlauf nehmen die Verhand- lungen auf dem Rütli? 6. Durch welche Gründe sucht Bertha Rudenz für die Sache der Schweizer zu gewinnen? 7. Womit macht uns der I. Akt in Schillers Tell bekannt?(Prüfungsarbeit.) 8. In wiefern ist das Gespräch zwischen Wirt und Wirtin im I. Gesang von Goethes Hermann und Dorothea das Muster einer Exposition? 9. Wie gliedert sich der Bericht der Mutter von dem Brande? 10. Wie gliedert sich Hermanns Bericht nach Inhalt, Bedeutung und Beziehungen? 11. Hat der Dichter uns mit dem Auftreten des Apothekers im III. Gesang von Hermann und Dorothea nur einen interessanten Sonderling vorführen wollen?
Daneben wurde alle Woche in kürzerer Ausführung ein Thema aus der Lektüre behandelt und genau besprochen.
Französisch: Ploetz Schulgrammatik, L. 58— 71. Repetition der Kapitel über den Konjunktiv
und das Particip. Lektüre: O. II2: Voltaire, Charles XII. M. II S.: Thiers, Expédition d' Egypte;


