Die Schweden in Frankfurt am Main.
IV. Bis zum Eingreifen Axel Oxenstiernas in die Verhandlungen.
Von
Prof. Dr. Ohristian Gotthold.
Langsam und schleppend setzen sich die Verhandlungen wegen Einziehung der Feindesgüter fort; auch dieser Abschnitt bringt sie noch nicht zum Abschluls. Auch dieses Mal reden die Quellen wieder ausführlicher, als es sonst Brauch ist, die Gründe dafür sind früher schon dargelegt worden und waren auch für den vorliegenden Abschnitt wieder bestimmend: es gilt, nur die leitenden Männer vorzuführen, nicht selbst etwa zum Worte zu kommen.
Dadurch ist der Zweck dieser Arbeit klar bestimmt: sie will und soll nicht mehr sein, als eine Vorarbeit, die es einer späteren, geschickteren Hand ermöglicht, müheloser die vaterstädtische Geschichte jener Zeit zu behandlen. Weil der vorliegende Abschnitt nur ein Beitrag zu der Geschichte unserer Vaterstadt sein soll, ist mit Absicht nicht, was sonst so nahe lag, auf die Vorgänge in Nürnberg, Ulm und Strassburg eingegangen worden; wer sich darüber unterrichten will, wird z. B. bei Soden, Gustav Adolph und sein Heer in Süddeutschland u. a. a. O. leicht das Wissenswerte sich zusammentragen können.
Möge auch diese Arbeit sich die alten Freunde erhalten, neue gewinnen, mögen die, für deren Hand sie zunächst bestimmt ist, daraus ersehen, wie das, dessen sie sich heute in ruhigem und unge- störtem Besitze erfreuen, nur unter schweren Kämpfen geworden ist, mõögen sie erkennen, dals die Vater-
stadt nur blühen und gedeihen kann, wenn das Vaterland stark und mächtig ist.


