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IIII. Ober-Tertia. Ordinarius in O. IIIL: Gottwerth, in M. IIII: Oberlehrer Dr. Weiffenbach.
Evangelische Religionslehre: Die Apostelgeschichte wurde gelesen und erklärt; einige Lieder gelernt; Katechismus I, II, III, rep. 2. St. Oberlehrer Dr. Gotthold.
Katholische Religionslehre in Ober- und Unter-Tertia von Ostern 1890 bis Ostern 1891: Von der Tugend und Vollkommenheit. Fragen 230— 270 des II. Teils des Diôcesan-Katechismus. Von den Gnadenmitteln: die heil. Sakramente. Fragen 1— 266 des III. Teils des Diöcesan-Katechismus. Feste und Ceremonien der Kirche erklärt im Anschluss an das Kirchenjahr. 2 St. Geistl. Rat Bernhard.
Deutsch: Lektüre nach Paldamus' Lesebuch obere Stufe, 1. Cursus. Die besprochenen Lese- stücke wurden disponiert, und der Inhalt derselben frei wiedergegeben. Wiederh. der Hauptregeln der Grammatik. Balladen von Schiller, Goethe und Uhland gelernt. Alle 4 Wochen ein Aufsatz, davon 4 als Klassenarbeit. Die einfachsten metrischen Formen. 3 St. O. IIIli: Gottwerth. M. IIII: Oberlehrer Dr. Gotthold.(S. Dr. Muller: 2 Stdn.)
Französisch: Ploetz, Schulgrammatik, L. 39— 57, wöchentlich ein Domestikum oder Extem- porale; aufserdem alle 14 Tage ein Diktat. Aus Lüdecking I. wurden die geschichtlichen Abschnitte, sowie die meisten naturgeschichtlichen Stücke und Briefe und eine Anzahl Gedichte gelesen und über- setzt, einige von den letzteren wurden auswendig gelernt. Aus Lüdecking II. einige Stücke erzäühlenden und geschichtlichen Inhalts. 6 St. O. IIII: S. Dr. Vetter, W. Oberlehrer Dr. Lorey, M. IIII: Wilde.
Englisch: Sonnenburg, Grammatik, L. 17— 22. Formenlehre und Repetition des. vorjährigen Pensums; wochentlich ein Domestikum oder Extemporale abwechselnd, dazu alle 14 Tage ein Diktat. Aus Lüdeckings Lesebuch I.: die Vorübungen, sowie einige Stücke erzäühlenden oder geschichtlichen Inhalts. 5 St. O. IIII: Wilde. M. IIII: Sommer: Dr. Vetter, Winter: Dr. Spenz.
Geschichte: Die deutsche Geschichte von den Kreuzzügen bis zum Jahre 1786. Alle 14 Tage wurde eine Stunde zur Repetition des Pensums der Unter-Tertia verwendet. Benutzt wurden: Cauer, Geschichtstabellen, und Eckertz, Deutsche Geschichte. 2. St. Gottwerth.
Geographie: Topische, politische und Handelsgeographie der aufserdeutschen Länder Europas; Handelsverbindungen Europas mit anderen Erdteilen. Alle 14 Tage wurde eine Stunde zur Repetition des Pensums der Unter-Tertia verwendet. E. v. Seydlitz' kl. Schulgeographie. 2 St. Gottwerth.
Mathematik: Geometrie: Vergleichung des Flächeninhaltes geradliniger Figuren. Verwandlung, Teilung und Ausmessung geradliniger Figuren. Von der Proportionalitât gerader Linien und der Khnlich- keit geradliniger Figuren. Von der Proportionalitàt gerader Linien am Kreise. Berechnung der Seiten und des Flächeninhaltes regelmässiger Vielecke, Rektifikation und Quadratur des Kreises.— Arithmetik: Gleichungen des 1. Grades mit einer Unbekannten und deren Anwendung. Proportionen. Ausziehen der Quadratwurzel. Gleichungen des 1. Grades mit mehreren Unbekannten. Lehre von den Potenzen mit. ganzen positiven Exponenten. Wurzeln. Benutzt wurden: Kambly's Elementarmathematik und Bardey's Aufgaben-Sammlung. 6 St. O. IIII: Heideprim. M. IIII: Oberlehrer Dr. Weiffenbach.
Naturbeschreibung: Tausendfüfser, Spinnen, Krebse, Würmer, Stachelhäuter, Pflanzentiere, Urtiere. Im Sommer Botanik: Das natürliche System im Überblick; einige wichtige Repräsentanten aus verschiedenen Familien. Gymnospermen und Gräser eingehender. Es wurde stets auf die Bedeutung der Organismen für das menschliche Leben hingewiesen. Schillings Grundriſs der Naturgeschichte(I. Tier- reich, II. Pflanzenreich) wurde benutzt. 2 St. 0. IIII: i. S. Gleim. i. W. Heideprim. M. IIIi: Presber.
Zeichnen: Freies Zeichnen in weiterer Fortschreitung mit Vornahme leichter Schattierungen. Konstruktive Ornamente in farbiger Ausführung. 2 St. Hallenstein.


