Aufsatz 
Über einige merkwürdige Punkte des Vierecks
Entstehung
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2. Deutsche Sprache. Lesen, Erklären und Nacherzählen von Lesestücken en Hopf und Paulsiek für VII. Memorieren kleiner Gedichte und Fabeln. Abt. b.: Lau Buchstaben, Silben, Wörter. Unterscheidung von Artikel, Substantiv, Adjectiv und Verbu- Deklination des Substantivs. Abt. a: Deklination des Substantivs; Komparation des Adjec das Verbum und seine Haupttempora; der einfache Satz. Diktate aus Schwarz, Uebunm material für den orthographischen Unterricht. 8 St..

3. Rechnen. Abt. b.: Die 4 Species im Zahlenkreis bis 1000; Kopfrechnen, das kleine Einmaleins. Abt. a: Die 4 Spezies nebst Probe im unbegrenzten Zahlenkreis, Kopf- rechnen, das grosse Einmaleins. 5 St.

4. Anschauung. Betrachtung von Pflanzen und Tieren nach der Natur und nach Bildern; Heimatskunde. 1 St.

5. Schreiben. Einübung des kleinen und grossen Alphabets der deutschen und lateinischen Schrift; Wörter, Sätzchen, nach Heckmanns Liniaturen, 1. Krs. 4 St. Hoffmann.

6. Gesang. Stimmübungen. Singen ausgewählter Lieder aus der Liedersammlung von O. Wiesner. Im W.-S. 1 St.

7. Turnen. Freiübungen und Spiele. Im Sommersemester 1 St.

III. Sroquẽnaoi um.

Sekunda.(Ober-Sekunda vacat.) Ordinarius: Ordentl. Lehrer Froeling.

1. Lateinische Sprache. Repetition der Syntax und der schwierigen Abschnitte der Formenlehre. Stilistische Uebungen, besonders unter Zugrundlegung von Muͤsterbeispielen. Abwechselnd jede Woche ein Exercitium dom. und Extemp., teils nach Süpfle 2. Teii, teils nach Diktaten, meist anschliessend an die Lektüre. Mündliche Uebersetzung vieler Abschnitte

aus Süpfle. Gelesen, repet. und zum Teil memoriert: a. im Sommer: Cicero, orationes in Catil. pro Roscio. b. im Winter: Livius, lib. XXI. und XXII. teilw., Sallust, de coniu- ratione Cat. 1 50. Privatim pro Quintil. Regelmässige Inhaltsangaben, abwechselnd in

deutscher und lateinischer Sprache. 6 St. Bauder. Vergil. Aen. IV., 296. VI, 548. Memorieren von Versen. Prosodik und Metrik. 2 St. Froeling.

2. Griechische Sprache. Wiederholung und Erweiterung der Verba auf a. Lehre von der Syntax des Nomens(Artikel, Pronomina, Rektion der Casus), Exercit. und mündliche Uebersetzuug aus Halm, II, 1. Alle 3 Wochen eine Klassenarbeit. Xen. Hell. III. und IV. Odyss. Ges. XIII XVI. Memorieren von Versen. Herod. Bch. IV. bis cap. 83.

7 St. Froeling.

3. Deutsche Sprache. Im Sommer: Gelesen und erkärt wurden hervorragende Abschnitte des Nibelungenliedes, sowie die schönsten Gedichte Walthers von der Vogelweide nach Uebersetzungen. Im Winter: Gudrun, Gedichte von Goethe, Schiller, Platen u. s. w.

Ausserdem gelesen und erklärt: Schillers Jungfrau von Orleans, Wallensteins Lager und Picco- lomini, sowie Lessings Minna von Barnhelm; ausserdem privatim: Maria Stuart, Geschichte vom Abfall der Niederlande, 1. Tl., Götz von Berlichingen und Shakespeares Coriolan. Memorieren schöner Stellen, sowie mehrerer Gedichte von Schiller und Goethe: Kontrolle der Privatlektüre; daran anknüpfend Uebungen im freien Vortrag. Dispositionslehre und ent- sprechende Uebungen im Disponieren. Poetik und Rhetorik im Anschluss an die Lektüre. Alle 4 Wochen ein Aufsatz, darunter 4 Klassenaufsätze. Bearbeitet wurden folgende Themata: 1) Die Schlacht bei Kunaxa. 2) Welche Bedeutung haben die beiden ersten Abenteuer des Nibelungenliedes für das ganze Epos?

3) W dem Weinstock das Schneiden, ist dem Menschen das Leiden.(Klausur.) 4) Charakteristik Katilinas nach Cicero. 5) Welche Beweggründe bestimmten die Jungfrau von Orleans zur Erfüllung ihrer Aufgabe?