— 22—
8. Naturwissenschaften. Obersekunda. a. Physik: Die Lehre vom Schall, vom Magnetismus und von der Elektrizität. 4 St. Spranck.— Untersekunda. Im Sommer- Semester Botanik: Die charakteristischen Eigenschaften der Familien und UÜbungen im Be- stimmen nach dem natürlichen System. 2 St. Im Wintersemester Zoologie: Die Cephalo- poden, Gastropoden, Lamellibranchiaten, Brachiopoden, Tunikaten, Coleopteren, Hymonopteren und Lepidopteren. 2 St. Spranck.
9. Zeichnen. Flachschattierung einiger griechischen Palmetten; Zeichnen nach ein- fachen Holz- und Gipsmodellen. 2 St. Achard.
10. Schreiben. Schnellschönschreiben und Schönschreiben nach Vorlagen, Rund- schrift. 1 St. Hoffmann.
11. Gesang.— Kombiniert mit I., III. und IV. 12. Turnen.— Kombiniert mit I.
Tertia. Ordinarius: Ordentlicher Lehrer Achard.
I. Religion.(Evang.) Einj. Kursus.— a. Kirchenlieder(Wiederholt, bzw. ausge- lernt, Württb. Gesangb.): No. 2, 7, 28, 36, 58, 93, 104, 160, 177(1— 4), 196, 212, 274(1), 290(1— 4), 364, 368, 551.(Neu:) No. 13, 142, 147, 347,(1—4), 381, 461, 559.— b. Bibel- kenntnis. Gelesen: Die Bergpredigt. Das Leben Jesu im synoptischen Zusammenhange. Er- weiterung der Bibelkunde aus Quarta. Geographie von Palästina. Das christliche Kirchenjahr. — c. Katechismus: Eingang 1. und 3. Hauptstück mit ausgewählten Sprüchen, die früher ge- lernten Sprüche wiederholt. 2 St. Voemel.—(Katholische): 1. Hauptstück des Katechismus.
2 St. Menzel.—(Mosaische): a. Biblische Geschichte: Erstes und zweites Buch Mosis— 5b. Lektüre des biblischen Urtextes: Psalm 1, 3, 4, 6, 8, 13, 15, 16, 19, 20, 21, 23, 24, 27, 29, 30; memoriert: 1, 8, 15.— c. Religionslehre: Sittenlehre im Anschluss an die Lektüre
und die biblische Geschichte. 2 St. Appel.
2. Deutsche Sprache. Lektüre und Erklärung prosaischer und poetischer Stücke nach Hopf und Paulsiek für IV. u. III. Deklamierübungen. Alle 4 Wochen ein Aufsatz nach vor- hergegangener ausführlicher Besprechung und Disponierung. Wiederholung der Formen- uud Satzlehre. Wiederholung des Wörterverzeichnisses und der Interpunktionslehre. Diktate.— 3 St. Schmidt.
3. Französische Sprache. Wiederholung des Pensums der Quarta. Lektion 24— 42 nach der Schulgrammatik von Ploetz, Exercit., Extem., Diktate. Lektüre: Ausgewählte Stücke aus Lüdekings Lesebuch, I. T. Retrovertiren; Memorieren von franz. Gedichten.— Erlernen von Vokabeln und Gesprächen aus dem Vokabulaire von Ploetz; Sprechübungen. 6 St. Achard.
4. Englische Sprache. Aussprache und Formenlehre nebst einigen der wichtigsten Regeln der Syntax, nach der Sonnenburgschen Grammatik(Lektion 1—21 inel.) Exercitien und Extemporalien. 5 St. Achard.
5. Geographie. Im Sommersemester: Die Elemente der mathematischen und phy- sischen Geographie. Im Wintersemester: Die aussereuropäischen Weltteile, nach Daniels Lehr- buch, l. und II. Buch. Kartenzeichnen. 2 St. Goepel.
6. Geschichtc. Im Sommersemester: Das Mittelalter. Im Wintersemester: Die neuere Zeit mit besonderer Berücksichtigung der preussisch-brandenburgischen Geschichte, nach Spiess und Berlet, 2. Teil. Wiederholung des hierhergehörigen Stoffes aus dem 1. Teil; Chronologie. 2 St. Goepel.
7. Mathematik.— a. Geometrie: Lehre von den Winkeln und Parallellinien; Kon- gruenz der Dreiecke; der Parallelogramme; der Kreis. Leichte Konstruktionen n. Kambly. — b. Algehra: Begriff und Einführung der negativ. Zahl; die 4 Spezies in allgemeinen Zahlen, Potenzen mit ganzen Exponenten; Ausziehen der Quadratwurzel, Gleichungen des ersten Grades


