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verurſachend C. sulcicollis Gyl. Medicus führt in der Pfalz nicht weniger als 28 Arten dieſer Gattung an. 3
Auch die beiden kleinen, walzenrunden, lang⸗ und ſpitzrüſſeligen Getreiderüßler(Ca- landra F. s. Sitophilus Schönh.), nämlich der als ſogen. ſchwarzer Kornwurm die Roggen⸗ körner auf den Kornböden aushöhlende dunkelbraune Kornbohrer(C. granaria L.) und der Reisbohrer oder Glander(C. oryzae), im Reis der Kaufläden nicht nur, ſondern auch in Weizen und Welſchkorn zu Hauſe, fehlen natürlich auch hier nicht.
Von der beſonders intereſſanten Familie der Langhörner oder Bockkäfer(Fam. Ce- rambycidae) ſollen nachſtehend auch nur die intereſſanteren zur Sprache kommen, da es zu weit führen würde, ſämmtliche bei uns vorkommende Arten aufzuzählen und zu beſchreiben. In dem Pfälzer Verzeichnis ſind im Ganzen 88 Arten enthalten, darunter natürlich auch alle kleinere, mehr wie Weich⸗ oder Warzenkäfer ausſehende ſogen. Schmalbockkäfer(Lepturini).
a. Sägehörner(Prionini).
In Nadelholzſchlägen hier nicht gewöhnlich Spondylis F., buprestoides L. 9“, ſchwarz, kurze Schnurfühler.
In Wald, z. B. auf dem Niederwald zuweilen, der anſehnliche ſogen.„Zimmermann“ (Prionus Geof. s. Ergates Serv. faber L.), faſt 2 Zoll lang, ¾ Zoll breit, pechbraun; weniger ſelten
der„Gerber“(Pr. coriarius L.), wechſelnd 13— 18““, gleichfalls dunkelbraun, in der Pfalz an Linden und Roßkaſtanien auch Pr. s. Aegosoma Serv. scabricorne F.
b. Eigentliche oder echte Bockkäfer(Cerambycini).
Der Buchenbock(Cerambyx cerdo L.), bis über 1 Zoll lang, braunſchwarz, z. B. auf dem Münſterer Kopf häufig auf Weißdornblüthen; nur ſelten dagegen der viel größere, bei den Sammlern beliebte ſchwarzbraune große Eichenbockkäfer, der ſogen.„Spießbock“(C. s. Hammatochaerus Meg. heros F.), gegen 2 Zoll lang und zumal als M. mit doppelt ſo langen Fühlern, durchbohrt als 2 ½ Zoll lang werdende ſtarkbeißende Larve die feſteſten Eichenſtämme und ſchadet dadurch bedeutend. Im„Wäldchen“ bei Worms finden ſich die Käfer alljährlich an den alten ausfließenden Eichſtümmen ſaugend.— Bei Worms erhielt ich oft den auch in der Pfalz vorhandenen Purpurbock(Purpuricenus Serv. Koehleri F.), ſehr wechſelnder Größe, von 7— 10““ und mehr, mit ſchön ſcharlachrothen, an der Naht ſchwarzen Decken; bisher kam er mir in Bingen nur einmal bei einem Knaben vor.
An alten Weiden iſt hier wie in Worms gewöhnlich der broncegrüne Moſchus⸗ oder Biſambock(Aromia Serv. moschata L.).
An Zimmerholz und in Wohnungen zeigt ſich nicht ſelten der kurzhörnige Balkenbock (Hylotrupes Serv. bajulus L.) 6— 8““, pechſchwarz, auf dem weißbehaarten Halsſchild mit 2 kahlen Hökern; er kommt aus friſchem Werkholz zum Vorſchein.
Von Scheibenbockkäfern(Callidium F.) mit ſchäbigem Hals und keulig verdickten Schenkeln ſind zu erwähnen z. B. C. variabile L., clavipes F., rufipes F., sanguineum L. und violaceum L.; von Widderböcken(Clytus Laich.) kurz⸗ und krummfühlerig, meiſt wie Wespen anzuſehen: Cl. arietis L. von ungleicher Größe, 4— 7, ſchwarz, mit citrongelben Luerbinden, ſehr ähnlich: Cl. arcuatus L. und detritus L., auf Weißdornblüthen auch der 4— 6““ lange ſchwarzbraune, weißbandirte Cl. mysticus L. u. a. m.
Auch Halbdeck⸗Bockkäfer(Necydalis L. s. Molorchus F.) mit ganz knappen, die eigentlichen Flügel unbedeckt laſſenden Decken, finden ſich um Weiden, ſo M. major L. 11— 15 die kurzen Decken braungelb, M. minor L. nur 3—5“, die hellbraunen Decken von halber Leiblänge, als Larve in altem Fichtenholz, auch umbellatarum L.
c. Zauberbockkäfer(Laminini). 3
1. Mit ſpitzen Halsdornen verſehen, z. B. in Schreinerwerkſtätten, der unverhältnißmäßig langhörnige, grau⸗ und braunwellige„Schreiner“(Astynomus Redtb. aedilis L.), der plumpe, rußſchwarze„Weber“(Lamia F., textor L.) 8— 12%, der ſich beſonders auf Waldweiden und Espen findet: an Wegen auf Mauern und Dämmen der Duftbock(Lamia s. Dorcadion Dalm. fuliginator) 6““˙, ſchwarz, mit feinen weißlichen Haaren wie mit Duft bedeckt, ob auch


