Aufsatz 
Etude sur le Venceslav de Rotrou
(1647)
Entstehung
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I. Realprogymnasium. Unter-Sekunda. Ordinarius: Dr. Spranck.

1. Religion Evangel.) Lektüre: Apostelgeschichte(in Auswahl). Bibelkunde nach

Noack. Kirchenlieder(Württ. Gesangb): Wiederholung; gelernt Lieder von Arndt, Novalis u. Rückert. Uebersicht über die Geschichte des Kirchenliedes. Kirchengeschichte: von der ältesten Zeit bis Reform. incl.(Abt. II), bis Gegenwart(Abt. I) nach Noack. Teilweise Re- petit. des Katechismus. 2 St. Fröling. . 2. Deutsche Sprache. Die Hauptepochen der Nationallitteratur(nach Herbst). Lektüre: Nibelungenlied u. Walther v. d. Vogelweide(in Auswahl), Klopstock tausgewählte Oden), Lessing(Teile des Laokoon u. der Hamburgischen Dramaturgie), in Uebersetzung Sophokles' Elektra u. Euripides' Medea. Wiederholt u. gelernt Gedichte von Uhland, Schiller u. Goethe. Poetik u. Rhetorik, besonders Dispositionslehre(nach Hoffmann). Aufsätze nach vorheriger Besprechung. Kontrolle der Privatlektüre der Schüler(Dramen von Schiller u. Goethe). 3 St. Fröling.

Themata der Aufsätze: 1. a. Welches ist der Inhalt der Eingangsscene in Schiller's Telle? b. Welches ist der Inhalt des ersten Aktes des SchillerschenTell? 2. a. Worin zeigt sich das Romantische in SchillersJungfrau'? b. Was erfahren wir aus dem Prologe zu SchillersJungfrau von dem Vorleben Johannas? 3. Klassenarbeit. a. Kriemhilds Liebe, Leid u. Rache. b. Welchen Verlauf nahm unser Ausflug am 2. Juni d. J.? 4. a. Welche Züge mildern das Grimme in Hagens Charakter? b. In welchen Scenen zeigt sich Hagen besonders als der grimme? 5. a. Welchen Zweck hatWallensteins Lager? b. In welche Gruppen lassen sich die Soldaten inWallensteins Lager zerlegen? 6. Klassenarbeit. a. Was weiss ich über die höfische Lyrik zu sagen? b. Welche Kämpfe hatten die Deutschen mit den Römern bis zur Völkerwanderung zu bestehen? 7. a. Nur Beharrung führt zum Ziel (Chrie). b. Mit des Geschickes Mächten ist kein ewger Bund zu flechten(Chrie). 8. Klassen- arbeit a. Klopstocks Leben und Dichtung. b. Wesshalb ist König Karl der Grosse genannt worden? 9. a. Durch welche Gründe bewegt die Gräfin Terzky Wallenstein, das Bündnis mit den Schweden zu schliessen? b. Welches Charakter- und Lebensbild entwirft Schiller von Wallensteins Tochter? 10. Aufsatz der Abiturienten. a. Welche Kämpfe hatte Kaiser Heinrich IV. zu bestehen?

3. Lateinische Sprache. Gelesen wurde Cicero in Cat. I. III. und pro Li- gario; zuletzt: Caes. de bello Gall. VI. 7.15. Ein Teil memoriert. Ovids Metamorph. Phaeton. In der Grammatik wurde die Syntax durchgenommen. Wöchentlich ein Exercitium oder Extemporale aus Ostermanns Uebungsbuch III oder nach Diktaten. 5 St. Bauder.

4. Französische Sprache. Grammatik: Die Syntax des Zeitworts, Artikels, Adjektivs und persönl. Fürworts; Wiederholung der Formenlehre nach Plötz-Kares, Lect. 44 67. Wöchentlich ein Exercitium, Diktat oder Extemporale. Lektüre: Le Bourgeois gentilhomme v. Molière u. La Campagne de Mayence v. Erckmann-Chatrian. An die Lektüre wurden in jeder Stunde entweder Retroversionen oder Sprechübungen angeschlossen. 4 St. Achard. 5. Englische Sprache. Grammatik: Repetition des vorigen Pensums nach Son- nenburgs Grammatik(12. Auflage) und Fortsetzung bis zum Schluss. Lektüre: Scott, Kenil- worth. Sprechübungen im Anschluss an die Lektüre. Gedichte wiederholt und neu gelernt. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit(häusl. Arbeiten, Extemporalien, Diktate). 3 St. Giesse.

6. Geographie. Allgemeine Geographie. Die Länder Europas, besonders Deutscli- land. Die deutschen Kolonien. Uebungen im Kartenzeichnen. 1 St. Spranck.

7. Geschichte. Geschichte des Mittelalters von 476 bis zu den Kreuzzügen. Griechische Geschichte. Wiederholung der Zeittafel. Geschichtskarten. 2 St. Fröling.

8. Mathematik. a. Geometrie: Die Aehnlichkeit der Figuren, die regulären Po-