Aufsatz 
Über den naturwissenschaftlichen Unterricht an Gymnasien / von Gies
Entstehung
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22. Am 10. März ſtarb in ſeiner Vaterſtadt Geiſa an der Auszehrung der neunzehnjährige Ober⸗ ſecundaner Julius Enders, nachdem er ſchon ſeit einem halben Jahre die Schule nicht mehr hatte be⸗ ſuchen können. In ihm verlor das Gymnaſiuni einen braven und wohlbefähigten Schüler, der zu ſchönen Hoffnungen berechtigte. Am 17. März wurde für denſelben in der Gymnaſialkirche ein feierliches Seelen⸗

amt gehalten.

C. Statiſtiſche Verhältniſſe. 1. Frequenz des gymnaſiums.

Beim Beginn des Schuljahres betrug die Zahl der Schüler 227(I 39, II 29, IIla 21, IIIb 35, IV 37, V 35, VI31), unter welchen ſich 142 katholiſche, 79 evangeliſche und 6 israelitiſche, andrerſeits 163 ein⸗ heimiſche und 64 auswärtige befanden.

Bald nachher ſtieg die Zahl auf 231, erreichte alſo eine Höhe, zu welcher ſie früher noch nie gelangt iſt. Im ferneren Verlaufe des Schuljahres gingen 31 Schüler ab, dagegen wurden 9 aufgenommen.

Demnach zählt das Gymnaſium am Schluß des Schuljahres 209 Schüler(1 31, II 25, IIla 15, IIlb 31, IV 35, V 37, VI 35), unter welchen ſich 126 katholiſche, 78 evangeliſche und ö5 israelitiſche, andrer⸗ ſeits 147 einheimiſche und 62 auswärtige befinden.

2. Abiturienten.

Am Schluß des Sommerſemeſters wurden mit dem Zeugniß der Reife zur Univerſität aüaßen die Oberprimaner:

1. Oskar Fleiſchmann, geboren zu Roſenthal am 26. Februar 1810, katholiſch, Sohn des Actuars Fleiſchmann zu Amöneburg, Schüler des Gymnaſiums ſeit Oſtern 1854; wollte Jurisprudenz ſtudiren.

2. Stephan Gnau, geboren zu Stauſebach, Kreis Kirchhain, am 31. Auguſt 1837, katholiſch, Sohn des Landbauers Gnau zu Stauſebach, Schüler des Gymnaſiums ſeit Michaelis 1856; wollte Theo⸗ logie ſtudiren.

3. Theodor Kimpel, geboren zu Züſchen im Fürſtenthum Waldeck am 17. Februar 1837, evan⸗ geliſch, Sohn des Metropolitans Kimpel zu Hümme, Schüler des Gymnaſiums ſeit Michaelis 1857; wollte Theologie ſtudiren.

4. Alfred Merz, geboren zu Fulda am 7. Juni 1839, katholiſch, Sohn des verſtorbenen Ober⸗

gerichtsanwalts Hofrath Merz zu Fulda, Schüler des Gymnaſiums ſeit Oſtern 1851; wollte Philologie dedinen.

Am Schluß des Schuljahres werden mit dem Zeugniß der Reife zur Univerſität entlaſſen werden die Oberprimaner:

5. Eduard Auffarth, geboren zu Fulda am 29. November 1838, evangeliſch, Sohn des Bau⸗ commiſſars Auffarth zu Fulda, Schüler des Gymnaſiums ſeit Oſtern 1848; will Theologie und Philologie ſtudiren.