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Tagen und ferner die Bahnen der in Betracht kommenden Minima auf dasselbe Blatt ein- gezeichnet waren. Beispiele von solchen Wanderkarten geben die Fig. 5—8 Seite 27 u. 20.
Die auf diesen Karten dargestellten Gebiete bilden meistens einfache Reihen. In solchen Fällen war der Zug leicht festzustellen, aber meistens war die Verschiebung nicht so einfach. Oft traten Teilungen und Vereinigungen ein, oder es zogen Gebiete auf der- selben Bahn in rascher Folge heran und griffen ineinander über, oder es zog ein Gebiet unregelmäßig hin und her, um dann plötzlich zu zersplittern oder ganz zu verschwinden. Solche Fälle erforderten eine langwierige Behandlung. Es war nicht möglich, die einzelnen Tage chronologisch nacheinander zu behandeln, sondern Gruppen von verwickelten Gebieten mußten oft überspungen und nach ihnen auftretende einfache zuerst untersucht werden, so- daß nun die schwierigeren von beiden Seiten her mit Berücksichtigung von Dichte. Regen- verteilung, Regenzeiten usw. in Angriff genommen werden konnten.
So wurden die Tage vom 27. April bis zum 23. September untersucht und 46 selbständige Regengebiete gewonnen und auf ihrem Zuge verfolgt. Sie sind mit dem Datum des ersten Auftretens und mit einem Buchstaben bezeichnet. Die Buchstaben stimmen mit den Bezeichnungen der Originalkarten überein und entbehren deshalb der vollständigen alphabetischen Ordnung.
Abkürzungen: HM Hauptminimum. TM Teilminimum. M Minimum. H Hoch. RG Regen- gebiet, RW Regenwetter, n. nördlich, 5. östlich. S. südlich, w. westlich, nõ. nordöstlich, s. südöstlich, 27a am 27., 8 Uhr vormittags, 27 paam 27., 8 Uhr nachmittags.
E. 27. IV— 5. V. Einbruchstelle: Schottland-Irland. Das Gebiet liegt, von seinem Vorgänger nicht deutlich zu trennen, 27. IV. über den brit. Inseln. bedeckt 28. auch die Festlandsküste, 29. Frankreich und fast ganz Deutschland, zieht sich bis 1. V. etwas zurück. Am 2. trennen sich im Osten 2 Teile los. Teil E bedeckt 2. und 3. Ostdeutschland und zieht ö. ab. Teil E“ liegt 2. und 3. in Süddeutschland und zieht s6. ab.
Wetterlage: Am 27. naht auf dem Atl. Ozean ein HM(27a 55°n, 15 w.). das 28. Schottland durchzieht und 30. n. abwandert. Ihm folgt ein stärkeres, das 1. über Irland. 2. über England, dann rasch nô. bis 4 a nach Lappland zieht.
Ein Ausläufer des ersten HM, 27 a sö. bis Belgien vorgeschoben, leitet das RW ein, streicht über die Nordsee, reicht 28 a über die Elbemündung bis Sachsen, zieht dann nö. ab. Von ihm schnürt sich, unterstützt durch ein M auf dem Mittelmeer, ein selbständiges TM ab, das 28 a in der Champagne, 20a in Sachsen, 30 a in Böhmen liegt, dann s. ab- zieht. Dem ersten Ausläufer folgen weitere, die aber nicht so deutlich ausgeprägt sind.
Das RW wird vom 30. an durch mehrere(3) Ausläufer des zweiten HNI fortgesetzt, die am besten 1p und 2a zu erkennen sind. Sie ziehen mit dem HMI nô. Von ihnen schnüren sich wieder selbständige TM ab, die das RW in E’ und E“ fortsetzen. Im Haupt- teil des RG tut dies das HM selbst.
Am 3. tritt dann ein rückwärtiger Ausläufer auf(3 p N-Atlantic, Frankreich). dessen Spitze, 4a deutlich selbständig, durch ein über England vordringendes H abgetrennt und zerstört wird. Ein Rest führt am 5. das RG durch Norddeutschland, bis das H alles 6. abdrängt.
F. 5.— 11. V. Einbruchstelle: Frankreich. Das RG bedeckt am 5. Frankreich bis auf den NW. am 6. ganz, reicht am 7. in schmalem Streifen bis zur Weser, zZieht 6. und reicht am 8. und 9. von der Rhone bis zur Weichsel, wandert dann s6. ab.


