Die im Mainzer Museum befndlichen feineren Gefässe der augusteischen Zeit und ihre Stempel.
Unter den arretinischen Gefässen und Stempeln sind nicht nur diejenigen aufgezählt, deren Fabrikation in Arezzo nach- gewiesen ist, sondern auch diejenigen, die arretinischen Typus tragen. In der Tabelle sind es die No. 1— 242. Daran reihen sich einige Beispiele, die den arretinischen der Zeit nach sehr nahe stehen und sich in Arbeit und Form kaum von ihnen unterscheiden.(Tabelle No. 242— 255.) Um nun die Gefässe und Stempel der augusteischen Zeit vollständig zu geben, sind die terra nigra- und die sogen. belgischen Gefässe hinzugefügt, die sich zwar an die Keramik der La Tène-Periode anschliessen, aber in die augusteische Zeit verlegt werden.(Tab. No. 256— 359.) Wenn die letzteren auch Barbarenarbeit sind, so können sich doch viele in Bezug auf Feinheit der Bearbeitung mit den arretinischen messen, die Stempel allerdings sind vielfach barbarisch im wahrsten Sinne des Wortes; denn manche Namen kann man überhaupt nicht enträtseln(vgl. T. IV. 222 u. 224). Alle Stücke, die nicht als rote bezeichnet sind, sind terra nigra.
Die Tabelle, welche die Stempel aufzählt, bringt zunächst die Ordnungsnummer, dann den Stempel in einfachen lateinischen Buchstaben; daneben ist eingeklammert die Nummer des Stempels auf den Tafeln, wo die Form des Stempels, Abkürzungen und Ligaturen zu erkennen sind. Diejenigen Stempel, die so ab- gerieben sind, dass der Gypsabdruck kein deutliches Bild gab, sind auf den Tafeln weggelassen. Die äusserste Grenze, wie weit man gehen kann, um ein hinreichend deutliches Bild zu bekommen, zeigen T. III No. 171 u. 172.


