— 54—
Schreiben. 2 St. Wie in Klaſſe 3. Müller. 1 1 5sgiu t⸗ Zeichnen. 2 St. Kopf⸗, Blumen⸗ und Landſchaftzeichnen. Vergrößern und Verkleinern von Land⸗ ſchaften. Ganz ſchattirte Köpfe. Frl. Dilthey. E.
Geſang. 2 St. Einige Geſangsetuden von Marcheſi und Concone. Einübung ein⸗ und mehrſtim⸗ miger Geſänge, Kurze Ueberſicht der Geſchichte der Muſik.— Combinirt mit der 1. Klaſſe. Kunkel.
Handarbeiten. 4 St. Frau Wolter. 3 7
Erſte Klaſſe.
(Klaſſenlehrer: Herr Dr. Lehmann.— 36 Stunden.)
Religionsunterricht. 2 St. Die Glaubens⸗ und Pflcchtenlehre in allgemeiner Ueberſicht, mit Hinweiſung auf die Grundlehren des Judenthums, aus Stellen der heiligen Schrift und nachbibliſchen Sprüchen entwickelt. Fortgeſetztes Bibelleſen mit beſonderer Rückſicht auf die beſprochenen Theile der Re⸗ ligionslehre. Einzelnes aus der Geſchichte des Judenthums. Dr. Auerbach.
Deutſche Sprache und Literatur 5 St. a) Es wurde geleſen und beſprochen: die Braut von Meſſina, die Huldigung der Künſte, die Piccolomini, Wallenſteins Tod, Nathan der Weiſe, Iphigenie auf Tauris. Auswendig gelernt und durch ſtete Repetition im Gedächtniſſe befeſtigt wurden: die Sehnſucht, die Glocke,(von Einzelnen auch der Spaziergang), das Göttliche, Geſang der Geiſter über den Waſſern, der Prolog zum Wallenſtein, der Epilog zur Glocke, Sprüche Salomonis Cap. 31 von 10— 30, und zahlreiche Stellen aus den geleſenen Dramen.— Aufſätze, meiſt im Anſchluß an das in der Schule Geleſene oder an die Privatlektüre: 1) Der Frühling(Klopſtocks Frühlingsfeier wurde vorher geleſen und erklärt). 2) Die Schattenſeiten des Stadtlebens. 3) Die Gefahren des Reichthums. 4) Wen nennen wir mit Recht einen gebildeten Menſchen? 5) Dienen lerne bei Zeiten das Weib nach ihrer Beſtimmung; Denn durch Dienen allein gelangt ſie endlich zum Herrſchen, Zu der verdienten Gewalt, die doch ihr im Hauſe gehöret. 6) Leben und Treiben am Mainufer zu Frankfurt. 7) Beſchreibnng des Goethedenkmals von Schwanthaler. 8) Die Vorfabel zu Nathan der Weiſe. 9) Die Fabel desſelben Stückes. 10) Was macht die Gräfin Terzty geltend, um Wallenſtein zu einem Bündniſſe mit den Schweden zu bewegen? 11) Charakterſchilderung des Apothekers in Hermann und Dorothea. 12) Wer der Dichtkunſt Stimme nicht vernimmt, iſt ein Barbar, er ſei auch, wer er ſei. 13) Das Ideal einer Frau, geſchildert nach Spr. Sal. 31 v. 10—30. 14. Die Stellung der Räthe der Königin Eliſabeth zu Maria Stuart, charac⸗ teriſirt nach Maria Stuart, Act II. Scene 3.— 3 St. Baerwald.
v) Geſchichte der deutſchen Literatur. Die Epochen der Blüthe im 13. und 18. Jahrhundert, ſowie die Literaturperiode der Reformationszeit wurden eingehend behandelt. Charakteriſtiſche Stücke wurden geleſen und zum Theil memorirt. 2 St. Dr. Neubürger.
Rechnen. 2 St. Erweiterung und Befeſtigung des auf den früheren Stufen Erlernten. Rabatt⸗, Gewinn⸗ und Verluſtrechnung. Maaß⸗ und Gewichtsverhältniſſe. Anleitung zur häuslichen Buchführung. Schönhof.
Geographie. 1 St. Afrika, Auſtralien, und ſpecieller Deutſchland nach Daniel's Leitfaden. Baerwald.
Geſchichte. 3 St. Neuere Geſchichte von der Reformation bis zur franzöſiſchen Revolution. 2 St. Wiederholung der Geſchichte des Alterthums. 1 St. Baerwald.
Naturlehre. 2 St. Sommer: die Wärme. Winter: Magnetismus und Electricität. Sabel.


