Aufsatz 
Der ursprüngliche und echte Schluß der Odyssee Homers / von Professor Dr. Ludwig Adam
Entstehung
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III. Kapitel.

Die Odyſſee und der epiſche Zyklus.

Auch von einer anderen Seite betrachtet kann man eine ein fachere Geſtaltung des Schluſſes der Odyſſee beweiſen. Sie war wie die Ilias ein Teil des epiſchen Zyklus. Nun ſchloſſen ſich die Epen des Zyklus an die homeriſchen Gedichte an, wie überhaupt die Cykliker auch der ſpäteren Zeit daher ihren Namen haben ¹). Die Cyprien reihen ſich genau an den Eingang der Ilias an, ebenſo⸗ wie der Schluß der letzteren und ihre Verbindung mit der ÄAthiopis noch erhalten iſt²). In gleicher Weiſe war die Odyſſee nach dem Traktate des Proklus zwiſchen Noſten und Telegonie geſtellt. Sie mußte alſo mit ihrem:

E νο μ‿ν παά̈ννοντπισςε σ⁵έeννoaνον 5ενςον

0αι έι an die Noſten anknüpfen, konnte aber nicht die Heimkehr des Menelaus, Neſtor u. ſ. w., wie ſie jetzt im III. u. IV. B. enthalten iſt, berichten, da die aαοννια ᷣνꝙ ραννμμαεωνν im Zyklus die Hauptſache war; denn wir wiſſen aus einem Vergleich der Ilias mit der tabula Iliaca, daß der Anſchluß des darſtellenden Künſtlers an die erzählten Ereigniſſe ein genauer war, alſo nichts doppelt in Wort und Bild erſcheinen konnte ³⁵). In der Telegonie werden ferner die von Tireſias im XI. B. der Odyſſee verlangten Opfer dargebracht. Nun wird in ihr zuerſt von dem Begräbnis der Freier erzählt. Es konnte alſo im epiſchen Zyklus der Schluß des 24. Buches der Odyſſee von Vers 413 an nicht ſtehen, und da dieſer mit 353 f.

1) Kowduo!e ßodvrat os⁵rad oi ra aond ee ddd ra OOra, ra derapenéoreda s dꝰordn, ⸗uuαν d paνres, Clem. Alex. Protrept. IV., S. 104, Klotz.

2) Vergl. Adam. Ueber die Unſicherheit ꝛc., S. 164 f.

3) Adam, S. 179 f.