Aufsatz 
Die ursprüngliche Gestalt der Telemachie und ihre Einfügung in die Odyssee / von Ludwig Adam
Entstehung
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Allgemeiner Chor. Chöre von verschiedenen Meistern Abth. b.(Cl. IIIb. IV.) Frei-, Ordnungs-, Ge- wurden eingeübt, sowohl für Männer- als auch räthe- und Gerüstübungen. 1 St

gemischte Stimmen.. Abth. c.(Cl. V. VI.) Es wurden meistens Frei-

4 Derselbe. übungen vorgenommen, sodann leichtere Gerüst-

. übungen. 1 St. Weber. 4. Körperübungen. Im Wintersemester musste, da das Gymnasium noch Im Sommer: Abth. a.(Cl. I. II. IIla.) Neben immer einer Turnhalle entbehrt, der Turnunter- Prei- und Ordnungsübungen wurden besonders richt ausgesetzt Kerden.

Geräthe- und Gerüstübungen ausgeführt. 2 St

III. Chronik des Gymnasiums.

Die Wirksamkeit der Anstalt ist im verflossenen Schuljahre durch ungewöhnliche Ereignisse nicht berührt worden. Der Gesundheitszustand der Lehrer war ein im Ganzen nicht ungünstiger und da in fast allen Verhinderungsfällen eine ausreichende Vertretung bewirkt werden konnte, so blieben dieselben füt die Erreichung des Lehr- zieles ohne nachtheiligen Einfluss. Auf längere Zeit wurde durch Unwohlsein an der Abhaltung seiner Lectionen nur der Gymnasiallehrer Weinmann gehindert und zwar vom 10. November bis zu den Weihnachtsferien und vom 5. bis zum 15. Januar. Die Vertretung erfolgte in der ersten Zeit auf die gewöhnliche Weise, wurde aber später, um die Weiterführung des von dem erkrankten Amtsgenossen übernommenen Unter- richtes zu bewirken, in der Art eingerichtet, dass Candidat Lüdecking mit dem Ordinariate der Quinta den deutschen und lateinischen Unterricht in dieser Classe be- sorgte, Hülfslehrer Dr. Wesener aber, welcher bereits die bei dem geschichtlichen und geographischen Unterrichte getrennten beiden Cötus der Quarta vereinigt hatte, auch den geschichtlichen Unterricht in der Untertertia, Hülfslehrer Lic. Krebs den geographischen Unterricht in derselben Classe übernahm. Im Einzelnen ist aus der Chronik der Anstalt Folgendes zu berichten:

1) Die Aufnahmeprüfung fand am 23. April statt. Auf Grund derselben wurden 93 Schüler in das Gymnasium aufgenommen und zwar 71 in VI, 7 in V, 3 in IV, 6 in III b, 2 in III a, 1 in II b und 3 in II aA.

Am Tage der Aufnahmeprüfung erfüllte das Lehrercollegium die traurige Pflicht, einen hoffnungsvollen, durch vortreffliche Gaben des Geistes und Herzens ausgezeich- neten Schüler, den Primaner Friedrich von Reichenau, dessen nach langem Leiden am 20. April erfolgter Tod Lehrer und Mitschüler mit schmerzlicher Theilnahme er- füllt hatte, zur letzten Ruhestätte zu geleiten. Eine Betheiligung des ganzen Gym- nasiums an der Beerdigungsfeier konnte, da dieselbe vor die Eröffnung des neuen Schuljahres fiel, nicht stattfinden.

2) Am 24. April wurde das neue Schuljahr in der Aula mit Gebet, Adans und Vorhalt der Schulgesetze durch den Director feierlich eröffnet und an demselben Tage der Unterricht begonnen.