den?— 8) Ueber den Charakter des Gafen Appiani in Lessing's„Emilia Galotti“.— 9) In- wiefern zeigt Goethe's„Egmont“ gegenüber dem „Götz“ ei en Fortschritt der Handlung?— 10) Metrische Uebersetzung des Dialogs zwischen Oedipus und Tiresias(Soph. Oed. R. v. 315 bis 349):„ε, Hsö ovety ς deve, ete.— 11) Ueber die Bedeutung der Aussprüche in Goethe's „Tasso“:„Erlaubt ist, was gefällt“ und:„Er- laubt ist, was sich ziemt“.
In 1 b: 1) Warum kann dem Liede des Fischers in der Eingangsscene zu Schillers„Tell“ nicht der Mythus von Hylas zum Grunde liegen?— 2) Wie würde ein Gemälde, welches den in Schiller’s„Taucher“ behandelten Stoff zur Dar- stellung bringen wollte, zu entwerfen sein?— 3) Welche Eigenschaften der Dichtkunst und des Dichters werden in Goethe's Ballade„der Sänger“ veranschaulicht?— 4) Classenarbeit wie in Ia. — 5) Metrische Uebersetzung von Horat. IV, 7 (1. archiloch. Metr.) und I, 7(alkman. Metr.).— 6) Der Gang der Handlung in Goethe’s„Tor- quato Tasso“.— 7) Wodurch rechtfertigt sich die von Schiller in den Schlussversen des„Hand- schuh“ vorgenommene Aenderung(„Und er wirft ihr den Handschuh in'’s Gesicht“) gegen die Les- art des Musenalmanachs von 1798?— 8) Ueber die Schürzung und Lösung des dramatischen Kno- tens in Lessing's„Minna von Barnhelm“.— 9) Inwiefern kann man behaupten, dass Goethe's „Götz von Berlichingen“ eines wahrhaft tragischen Schlusses entbehre?— 10) Metrische Veber- setzung aus Homer's Ilias V, 274— 318: Pandarus und Aeneas im Kampfe mit Diomedes.— 11) Ueber den Sinn der Worte Tasso's in Goethe's Drama:„Man fühlt die Absicht und man ist ver- stimmt.“
Dr. Schwartz, Director.
2. Lateinische Sprache.
VIA. 10 St. Die regelmässige Formenlehre nach der Grammatik von Ellendt-Seyffert, eingeübt durch mündliches und schriftliches Uebersetzen der lateinischen und deutschen Uebungsbeispiele aus Ostermann I, S. 1— 95; einige Fabeln und Erzählungen, die theilweise zu Aufsätzen verwendet wurden. Ausserdem wurden alle Vo- kabeln in Ostermanns Vokabularium memorirt. Alle 8 Tage abwechselnd ein Extemporale und ein Exercitium.
Adam.
VI B. 10 St. Die regelmässige Formenlehre incl. der Deponentien nach der Grammatik von El- lendt-Seyffert und nach Ostermann I. Einübung der Verbal-Formen in schriftlichen und münd- lichen Uebungen. Memoriren sämmtlicher Vo- kabeln in Ostermanns Vokabularium. Exercitien und Extemporalien.
Wesener.
V. 10 St. Die regelmässige und unregelmässige Formenlehre; syntactische Regeln, besonders Ac- cus. c. Inf. und Abl. absol. Mündliche und schriftliche Uebungen nach Ostermanns Latei-
nischem Uebungsbuch Abth. II.; Exercitien und Extemporalien. Weinmann.
IV A. 10 St.
a) Grammatik: Repetition der unregelmässigen Formenlehre; Ueèbereinstimmung der Satzbe- standtheile, des Adjectivums, der Apposition und des Pronomens; Einfache und Disjunktiv- frage; die Casuslehre nach der Grammatik von Ellendt-Seyffert, und Spiess Uebungsbuch für Quarta..
Wöchentlich abwechselnd ein Exercitium und Extemporale. 5 Std.
b) Lectüre: Cornel. Nepos: De regibus, Mil- tiades, Themistocles, Aristides, Pausanias, Ci- mon, Lysander, Alcibiades, Thrasybulus, Epa- minondas, Pelopidas. 5 Std.
Oertel.
IV B. 10 St. 3
a) Grammatik: Wiederholung der Formenlehre, Fragesätze und Casuslehre nach der Gram- matik von Ellendt-Seyffert und Spiess, Uebungs- buch für Quarta. Volabellernen. Wöchent- lich abechselnd Exercitien und Extemporalien. 5 Std.
b) Lectüre: Corn. Nepos: De regibus. Miltiades, Themistocles, Aristides, Pausanias, Cimon, Ly- sander, Alcibiades, Thrasybulus, Epaminondas, Pelopidas. 5 Std.
III b. 10 St.
a) Grammatik: Tempus- und Moduslehre nach Ellendt-Seyffert's Grammatik und Spiess' Uebangsbäeh Wöchentlich abwechselnd Exerc. und Extemp. 4 Std.
b) Prosaische Lectüre: Caes. d. b. gall. I, 1 bis 29; II., III, 1— 6. 4 Std.
Wagner.
Büsgen.
c) Poetische Lectüre: Siebelis' Tirocinium poe- ticum I 1, 1—48; 2, 1—19; 4, 1— 40; III 12— 18. 2 Std.
Ammann, Gymnasiallehrer.
III a. 10 St.
a) Grammatik: Syntax nach Ellendt-Seyfferts Grammatik(§. 134— 201.§. 234— 253.) Vier- zehntägige Exercitien aus Spiess' Uebungsbuch und vierzehntägige Extemporalien. 4 Std.
b) Pros. Lectüre: Geod de bell. gallic. IV.—VII
4 Std. Dr. Müller, Oberlehrer.
c) Poet. Lectüre: Ovids Metamorphosen nach Sie- belis' Auswahl No. 2, 3, 4, 5, 7, 22.
Bogler. Il b. 10 St... a) Grammatik und Stilübungen: Die Lehre von den Tempora, Modi, Infinitiv nach Ellendt-Seyf- ferts Gramm.(§. 234— 283.); alle acht Tage abwechselnd ein Exercitium aus Süpfle's Aufg. II oder ein Extemporale; mündliche Uebungen aus Süpfle. 3 Std. b) Pros. Lectüre: Cic. orat. pro Ligario und pro rege Dejotaro; Liv. VII, 29— 38; VIII, 1, 7


