Aufsatz 
Die ursprüngliche Gestalt der Telemachie und ihre Einfügung in die Odyssee / von Ludwig Adam
Entstehung
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Schulnachrichten.

I. Lehrercolleg ium.

Der Candidat Dr. Brugman, welcher während des Schuljahrs 18:2⁄13 als Probe- candidat beschäftigt gewesen war und während des zweiten Semesters zugleich eine Hülfslehrerstelle versehen hatte, war als ordentlicher Lehrer an die Nicolaischule zu Leipzig berufen worden und mit dem Schlusse des Schuljahrs aus seinem Verhältnisse zu dem hiesigen Gymnasium geschieden.

Da eine Vermehrung der Lehrkräfte des Gymnasiums durch das Bedürfniss der Theilung der Quarta in zwei Parallel-Cötus nothwendig geworden war, so war durch Rescript des Königl. Provinzial-Schulcollegiums vom 12. April dem bisherigen Hülfs- lehrer am Gymnasium zu Cassel Karl Wagner die Verwaltung einer wissenschaft- lichen Hülfslehrerstelle an dem hiesigen Gymnasium provisorisch übertragen worden. Derselbe übernahm das Ordinariat des zweiten Cötus der Quarta und in demselben den deutschen, lateinischen, griechischen, französischen und geometrischen, ausserdem in Quinta den französischen Unterricht und trat mit dem Beginne des Schuljahrs bei dem Gymnasium in Thätigkeit. Am Schlusse des Sommersemesters wurde er durch Rescript des Königl. Prov.-Schulcollegiums vom 2. October zum ordentlichen Lehrer ernannt und am 7. October vor versammeltem Lehrercollegium, unter Einhändigung der ihm ausgefertigten Bestallungsurkunde, durch den Director vereidigt.

Der genannte Lehrer hat dem Unterzeichneten folgende biographische Nachrich- ten mitgetheilt:

Karl Wagner, geboren zu Ringenkuhl bei Grossalmerode im Regierungsbezirk Cassel am 29. November 1846, evangelischer Confession, besuchte bis Ostern 1866 das Gymnasium zu Cassel, studirte hierauf Philologie in Marburg und bestand daselbst, nachdem er den Krieg gegen Frankreich im 83. Regiment mitgemacht hatte, im März 1872 die Prüfung pro facul- tate docendi. Mit dem Beginne des Sommersemesters 1872 wurde er dem Gymnasium zu Cassel als Probecandidat zugewiesen und zugleich mit Versehung einer Hülfslehrerstelle beauf- tragt. Nach Ablauf seines Probejahrs wurde ihm die Verwaltung einer Hülfslehrerstelle am Gymnasium zu Wiesbaden übertragen, an welchem er dann im October 1873 zum ordentlichen Lehrer ernannt wurde.

Da bei dem Beginne des Schuljahrs 71 Schüler in die Sexta aufgenommen wor- den waren, so war auch für diese Classe eine Theilung in zwei Parallel-Oötus erfor-