auch nur nach oberflächlicher Abſchätzung, einen ganz anderen Werth, als die todte Ziffer, die meiſt ge⸗ dankenlos nach dem Lehrbuch eingeprägt wird. Im Uebrigen konnte und kann im mündlichen Unterrichte, vorbehaltlich einer gelegentlichen Correctur zur rechten Zeit, von einer Unterſcheidung der ebenen und Kugel⸗Flächen bei einer Berechnung des Flächeninhaltes ſelbſt größter Erdräume Abſtand genommen werden, ſolange es ſich nur um ganz oberflächliche Abſchätzungen handelt.— Für eine Ueberarbeitung zu erwähntem Zwecke müßte ein methodiſcher Stufengang zu conſequenter Durchführung gelangen, und könnten für niedere Stufen die Schemata auf noch einfachere Form reduciert werden.
Tafel I. Bei Spanien liegt ein Kartenbild zu Grunde, bei dem der 15 Meridian ö. F. ungefähr eine Grade bildet, bei Großbritannien und Irland unter 4 ein Kartenbild von Europa, bei dem der 35 Mer., unter 5 und 6 ein Kartenbild, bei dem der 13 Mer. eine Gerade bildet. Die Schemata 4 und 5(6) beruhen auf einem Verſuche, der vielleicht weniger für die Schule als für den Lehrer von Bedeutung ſein könnte. Während Sch. 4 eine Zeichnung von Großbr. und Irland vorbereitet, wie es ſich auf der Karte von Europa ausnimmt, wird durch Sch. 5, von mir Richtungsſchema genannt, durch Unterſtellung eines zweiten rechtw. Dreiecks, bei dem wie bei dem erſten die kleinere Kathete den vierten Theil der größeren (ca. 31, wie dort 30 Meilen) bildet, für eine Sonderbetrachtung des betr. Landes eine Richtungsänderung gewonnen, durch welche der 13 Mer. zur Geraden wird. Der Verſuch mit einem und demſelben Schema eine Zeichnung der europ. Länder im Connexe von Geſammt⸗Europa zu ermöglichen und durch eine Rich⸗ tungsänderung, wie bei 5 und 6, ein Bild für die Sonderbetrachtung vom Standpunkte jedes Landes zu gewinnen, hat mich lange beſchäftigt. Ich unterdrücke jedoch die anderen vorbereiteten Schemata, weil ſie mir einen zu complicierten mnemotechniſchen Apparat für die Schule zu ſchaffen ſcheinen.
Tafel II. Bei 1. 2. 3. bildet Mer. 19,5, bei 4. 5. 6. Mer 30, bei 7. 8. 9. Mer. 40 unge⸗ fähr eine Gerade.
Tafel III. IV. Mer. 30 bildet ungefähr eine Gerade. Die Schemata beruhen alle auf einer Maßeinheit von 8 Meilen.
Tafel V. Bei 1—8 bildet Mer. 29, bei 9 und 10 Mer. 26 ungefähr eine Gerade.
Tafel VI. Bei 1— 6, 9 und 10 bildet Mer. 29, bei 7 und 8 Mer. 39 ungefähr eine Gerade.
Tafel VII. Bei 1 und 2 bildet Mer. 28,5 eine Gerade, bei 3 und 4 liegt die Karte von Europa zu Grunde, wie bei I. 4. Bei 6 und 7 iſt, wie bei Tafel VI., bezüglich der Gebirgszüge die Seyodlitz'ſche Darſtellung benutzt.
Tafel VIII. Bei 1 und 2 bildet Mer. 35 eine Gerade. Wird das Geſammtſchema für die Schule zu compliciert, ſo enthält es doch ein einfaches Schema für die Zeichnung der ſkandin. Halbinſel, auch wohl von Rußland. Bei 3 und 4 bildet ungefähr Mer. 36 eine Gerade.
Tafel IX. Mer. 100 eine Gerade.
Tafel X. Bei 1 und 2 bildet Mer. 100, bei 3, 4 und 5 Mer. 120, bei 6 ungefähr Mer. 53, bei 8 und 9 Mer. 65 eine Gerade. Eine unverhältnißmäßige Dicke der Linien, welche die Gebirge an⸗ deuten, hier, wie an anderen Stellen, iſt leider trotz meiner Correctur im Drucke wieder erſchienen.
Tafel XI. Bei 1—6 Mer. 80 w. F., bei 7 u. 8 Mer. 40 w. F. eine Gerade.


